{"data":{"markdownRemark":{"frontmatter":{"abstracts":null,"editors":{"de":"Herausgegeben von: Marcelina Kałasznik (Univeristät Wrocław), Joanna Szczęk (Universität Wrocław), Artur Tworek (Univeristät Wrocław)","en":"Edited by: Marcelina Kałasznik (University of Wrocław), Joanna Szczęk (University of Wrocław), Artur Tworek (University of Wrocław)","pl":"Redakcja: Marcelina Kałasznik (Uniwersytet Wrocławski), Joanna Szczęk (Uniwersytet Wrocławski), Artur Tworek (Uniwersytet Wrocławski)"},"issue":29,"pdf":"/articles/29/00.pdf","book":"/issues/linguistische_treffen_29.pdf","title":"I","year":2026},"html":""}},"pageContext":{"isCreatedByStatefulCreatePages":false,"articles":[{"id":"c0bc723e-d45b-57c8-b2df-d9ad6dda9674","fields":{"slug":"/data/issues/29/01_szczek/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Joanna","lastName":"Szczęk","orcid":"0000-0001-8721-6661","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-1","id":null,"editors":null,"firstPage":17,"issue":29,"keywords":{"de":["Linguistische Treffen in Wrocław","Tagungen","Zeitschrift"],"en":["Linguistische Treffen in Wrocław","conferences","journal"],"pl":["Linguistische Treffen in Wrocław","konferencje","czasopismo"]},"item_abstracts":{"de":"Der vorliegende Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über die zwanzigjährige Entwicklung des Tagungszyklus „Linguistische Treffen in Wrocław“, der sich seit seiner Gründung im Jahr 2006 zu einem etablierten und international anerkannten Forum der germanistischen Linguistik entwickelt hat. Ausgangspunkt der Initiative war die Organisation einer Tagung der Gesellschaft für Sprache und Sprachen (GeSuS) in Wrocław, aus der sich in der Folge ein eigenständiges, regelmäßig stattfindendes wissenschaftliches Format herausbildete. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Darstellung der Genese, der institutionellen Entwicklung sowie der thematischen Ausrichtung der einzelnen Tagungen. Berücksichtigt werden dabei sowohl die jeweiligen Rahmenthemen als auch die Entwicklung der Teilnehmerzahlen, die zunehmende Internationalisierung sowie die Einbindung unterschiedlicher Forschungsansätze und methodologischer Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf der Transformation der ursprünglich als Schriftenreihe konzipierten Publikationsplattform in eine wissenschaftliche Zeitschrift, wodurch die nachhaltige Dokumentation der Tagungsergebnisse sichergestellt wurde. Darüber hinaus wird die Rolle des Tagungszyklus im Kontext der wissenschaftlichen Kommunikation analysiert. Die „Linguistischen Treffen in Wrocław“ fungieren als Plattform für den Austausch aktueller Forschungsergebnisse, die Initiierung wissenschaftlicher Kooperationen sowie die Integration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in internationale Diskurszusammenhänge. Hervorgehoben wird zudem die Bedeutung der Tagungen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die sich unter anderem in der Etablierung der „Linguistischen Juniorentreffen in Wrocław“ manifestiert. Die Analyse zeigt, dass sich der Tagungszyklus durch eine hohe thematische Offenheit, eine ausgeprägte Internationalität sowie eine enge Verbindung von Tagung und Publikation auszeichnet. Diese Merkmale tragen wesentlich zur Stabilität und Weiterentwicklung des Formats bei. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die „Linguistischen Treffen in Wrocław“ auch künftig ein wichtiges Forum für die Diskussion aktueller Fragestellungen der germanistischen Linguistik darstellen können, insbesondere im Kontext zunehmender Interdisziplinarität und sich wandelnder Forschungsfelder.","en":"This paper provides a comprehensive overview of the twenty-year development of the conference series „Linguistische Treffen in Wrocław“, which has evolved into an established and internationally recognized forum for research in German linguistics since its inception in 2006. The initiative originated from the organization of a conference of the Society for Language and Languages (GeSuS) in Wrocław, which subsequently led to the creation of an independent and regularly held academic event. The article focuses on the genesis, institutional development, and thematic scope of the conference series. Attention is paid to the evolution of conference topics, number and diversity of participants, increasing internationalization of events, and integration of various theoretical and methodological approaches. Special emphasis is placed on the transformation of the original publication series into a peer-reviewed academic journal, which ensured the systematic dissemination and long-term accessibility of the conference contributions. Furthermore, the role of the conference series within the broader context of academic communication is examined. The „Linguistische Treffen in Wrocław“ cycle serves as a platform for presenting and discussing current research, fostering academic networking, and initiating collaborative projects. The contribution also highlights the importance of the conference series for supporting early-career researchers, particularly through the establishment of the „Linguistische Juniorentreffen in Wrocław“ cycle, which provides a dedicated forum for doctoral students and emerging scholars. The article demonstrates that the conference series is characterized by thematic openness, a strong international orientation, and a close connection between conference activities and publication practices. These features contribute significantly to the sustainability and continued development of the initiative. In conclusion, the paper argues that the „Linguistische Treffen in Wrocław“ will continue to play an important role as a platform for discussing current issues in German linguistics, especially in the light of increasing interdisciplinarity and evolving research trends.","pl":""},"lastPage":29,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/01_szczek.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"20 Jahre der Linguistischen Treffen in Wrocław","title_en":"20 Years of „Linguistische Treffen in Wrocław“","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"c094c076-d556-5f72-acb7-8569a2a40437","fields":{"slug":"/data/issues/29/02_agustina/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Julia","lastName":"Agustina","orcid":"0009-0004-4733-9244","affiliation":{"de":"Universität Hamzanwadi","en":"Hamzanwadi University","pl":"Uniwersytet Hamzanwadi"}},{"firstName":"M. Adib","lastName":"Nazri","orcid":"0000-0003-4356-0190","affiliation":{"de":"Universität Hamzanwadi","en":"Hamzanwadi University","pl":"Uniwersytet Hamzanwadi"}},{"firstName":"Muhammad","lastName":"Husnu","orcid":"0000-0002-0218-3838","affiliation":{"de":"Universität Hamzanwadi","en":"Hamzanwadi University","pl":"Uniwersytet Hamzanwadi"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-2","id":null,"editors":null,"firstPage":31,"issue":29,"keywords":{"de":["Dreisprachiges islamisches Wörterbuch","Wortschatzerweiterung","Korpusgesteuerte Methodik","Vier-D-Design"],"en":["Islamic trilingual dictionary","vocabulary enhancement"," corpus-based methodology","4-D design"],"pl":["islamski słownik trójjęzyczny","poszerzanie słownictwa","metodologia oparta na korpusie"]},"item_abstracts":{"de":"Die Entwicklung dreisprachiger Wörterbücher unter Verwendung von Korpusdaten hat sich als zentrale Methode zur Verbesserung des Sprachenlernens etabliert. Die Erstellung eines dreisprachigen Wörterbuchs für Englisch, Arabisch und Indonesisch, insbesondere im Kontext islamischer Internate, ist jedoch bislang selten vorgekommen. Eine solche Entwicklung wird als notwendig erachtet, um Vorschriften zu berücksichtigen, die es den Schülern verbieten, Wörter online nachzuschlagen. Um ein dreisprachiges Wörterbuch systematisch zu erstellen, das den Sprachgebrauch authentisch widerspiegelt, wurde in dieser Studie eine 4-D-Design-Methodik angewendet: Definieren, Entwerfen, Entwickeln und Verbreiten. Dieser Prozess umfasste die Ermittlung der Bedürfnisse von 50 Schülern und fünf Englischlehrern der Darul Muttaqien NWDI Perian mittels Fragebogen, Interviews und Fokusgruppendiskussionen (FGD). Die Ergebnisse zeigten, dass die Schüler sowohl bei allgemeiner als auch bei pesantren-spezifischer englischer Terminologie mit erheblichen Wortschatzlücken konfrontiert sind, was in erster Linie auf begrenzte Sprachkontakt- und Übungsmöglichkeiten zurückzuführen ist. Daher war die Entwicklung eines dreisprachigen Wörterbuchs nach den Ergebnissen der Bedarfsanalyse unerlässlich. Diese Studie ging über den unmittelbaren Nutzen der Wortschatzanreicherung hinaus und schlug zudem einen Paradigmenwechsel hinsichtlich der Art und Weise vor, wie dreisprachige Wörterbücher im Bildungskontext, insbesondere in islamischen Internaten, erstellt und genutzt werden können. Durch die Nutzung von Korpusdaten können Lehrkräfte dynamischere und anpassungsfähigere Sprachressourcen schaffen, die den sich wandelnden Bedürfnissen der Schüler gerecht werden.","en":"The development of trilingual dictionaries utilizing corpus data has gained traction as a pivotal method in enhancing language learning. However, the creation of a trilingual dictionary for English, Arabic, and Indonesian, particularly in the context of Islamic boarding schools, has been infrequent. Such development is deemed necessary to address regulations that prohibit students from searching for words online. To systematically create a trilingual dictionary that authentically reflects language use, this study employed a 4-D design methodology: defining, designing, developing, and disseminating. This process involved identifying the needs of 50 students and five English teachers from Darul Muttaqien NWDI Perian through questionnaire, interview, and focus group discussion (FGD). The findings revealed that students face significant lexical gaps in both general and pesantren-specific English terminology, primarily due to limited language exposure and practice opportunities. Therefore, the development of a trilingual dictionary was essential following the results of the needs analysis. This study extended beyond the immediate benefits of vocabulary enhancement but also suggested a paradigm shift in how trilingual dictionaries can be constructed and utilized in educational contexts, especially in Islamic boarding schools. By leveraging corpus data, teachers can create more dynamic and responsive language resources that cater to the evolving needs of students.","pl":""},"lastPage":44,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/02_agustina.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Entwicklung eines dreisprachigen Wörterbuchs für islamische Internatsschüler: Eine korpusgesteuerte Methode","title_en":"Developing a Trilingual Dictionary for Islamic Boarding School Students: A Corpus-Based Method","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"95061844-93e1-5713-b5e8-0dd6b95837a9","fields":{"slug":"/data/issues/29/03_berbel/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Elke","lastName":"Cases Berbel","orcid":"0000-0003-4784-2734","affiliation":{"de":"Universität Complutense Madrid","en":"Complutense University of Madrid","pl":"Uniwersytet Complutense w Madrycie"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-3","id":null,"editors":null,"firstPage":45,"issue":29,"keywords":{"de":["Fingerspiele","Frühförderung","Äquivalenz","Kompetenzen","ganzheitliche Übersetzung"],"en":["finger games","early childhood education","equivalence","skills","holistic translation"],"pl":["zabawy paluszkowe","edukacja wczesnodziecięca","ekwiwalencja","umiejętności","tłumaczenie całościowe"]},"item_abstracts":{"de":"Diese Untersuchung befasst sich mit der Übersetzung von Kinderliedern, die von Finger- und Handgestenspielen oder Kniereiter begleitet werden. Lieder beeinflussen die frühkindliche Entwicklung sehr, da sie Bereiche wie Grob- und Feinmotorik, kognitive Wahrnehmung, Spracherwerb, emotionale Bindung und Sozialisation anregen. Deshalb steht in ihrem Übersetzungsprozess nicht der semantische Gehalt, sondern eher deren funktionale Äquivalenz im Vordergrund. Der theoretische Rahmen integriert Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, Musikpädagogik und der Translationswissenschaft. Als Korpus dienen fünf klassische deutsche Kinderlieder („Backe, backe Kuchen“, „Kommt ein Mäuschen“, „Das ist der Daumen“, „Hoppe, hoppe Reiter“, „Mein Hut, der hat drei Ecken“), die hinsichtlich ihrer entwicklungsfördernden Funktionen, ihres Rhythmus, den bei ihnen benutzten Gesten und Fingerspielen und ihrer Metrik gewählt wurden. Die Methodik umfasst eine qualitative Einzelfallanalyse. Nach der Auslegung aller Besonderheiten der Lieder, aus denen unser Korpus zusammengestellt ist, wird ein Äquivalent auf Englisch und Spanisch gesucht und vorgelegt. Dieses muss die gleichen Besonderheiten, d. h. vergleichbare Förderprozesse und rhythmische, metrische sowie gestische Entsprechungen, des deutschen Reimes widerspiegeln. Die hier vorgestellte Forschung zeigt, dass sich für alle deutschen Lieder Äquivalente sowohl im Englischen wie auch im Spanischen finden lassen, obwohl diese oft unterschiedliche Finger- Handgestenspiele benutzen. Die Arbeit schlussfolgert, dass eine gelungene Übertragung von Kinderliedern deren entwicklungsfördernden Zweck priorisieren, und dass sie die Rhythmik, Metrik und Gestik des Originals widerspiegeln muss. Sie leistet damit einen Beitrag zur interkulturellen Frühförderpraxis und plädiert für einen ganzheitlichen Übersetzungsansatz.","en":"The present study deals with the translation of children’s songs accompanied by finger and hand gestures or knee bouncing. Songs have a significant influence on early childhood development as they stimulate gross and fine motor skills, cognitive perception, language acquisition, emotional bonding and socialisation. Therefore, the translation process focuses not on semantic content, but rather on functional equivalence. The theoretical framework integrates findings from developmental psychology, music education and translation studies. We selected five classic German children’s songs („Backe, backe Kuchen“, „Kommt ein Mäuschen“, „Das ist der Daumen“, „Hoppe, hoppe Reiter“ and „Mein Hut, der hat drei Ecken“) as our corpus, based on their developmental benefits, rhythm, accompanying gestures and finger plays, and metre. The methodology comprises a qualitative case-by-case analysis. After recording all the special features of the songs that make up our corpus, an equivalent in English and Spanish is sought and presented. The equivalent must reflect the same special features, i.e., comparable developmental processes and rhythmic, metrical and gestural equivalents, as the German rhyme. The research presented here shows that counterparts can be found for all German songs in both English and Spanish, although these often use different finger and hand gestures. The study concludes that successful transmission of nursery rhymes must prioritise their developmental purpose and reflect the rhythm, metre and gestures of the original. It thus contributes to intercultural early childhood education practice and advocates a holistic approach to translation.","pl":""},"lastPage":61,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/03_berbel.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Kinderlieder in Translation: Funktionale Äquivalenz jenseits des Semantischen","title_en":"Nursery Rhymes in Translation: Functional Equivalence beyond Semantics","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"fe67fefa-4388-5fe0-b339-54a9459e9db8","fields":{"slug":"/data/issues/29/04_coombs-hoar/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Katarzyna","lastName":"Coombs-Hoar","orcid":"0000-0001-6177-0031","affiliation":{"de":"Universität Rzeszów","en":"University of Rzeszów","pl":"Uniwersytet Rzeszowski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-4","id":null,"editors":null,"firstPage":63,"issue":29,"keywords":{"de":["Artikelauslassung","Schlagzeilen der Fernsehnachrichten","Newsticker","BBC News"],"en":["article omission","TV news headlines","news ticker","BBC News"],"pl":["pomijanie przedimków","nagłówki wiadomości telewizyjnych","pasek informacyjny","BBC News"]},"item_abstracts":{"de":"Diese Studie untersucht die Praxis, die Artikel wie the, an und a in Live-Nachrichtentickern wegzulassen, um die Kürze und Wirkung der präsentierten Informationen zu verbessern. In einer Zeit, die von schnellem Informationskonsum geprägt ist, werden Fernsehschlagzeilen so gestaltet, dass sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer schnell fesseln. Durch das Weglassen von Artikeln werden Schlagzeilen prägnanter und ermöglichen eine präzisere und unmittelbarere Vermittlung wesentlicher Informationen. Diese Studie bietet eine beispielbasierte Analyse der Praxis des Weglassens von Artikeln in Schlagzeilen, mit besonderem Fokus auf BBC News. Um die zukünftige Entwicklung der Schlagzeilenpräsentation zu antizipieren, untersucht diese Studie Trends in der Schlagzeilenkonstruktion von BBC News in Live-Nachrichtentickern in den Jahren 2010 und 2025. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Weglassen von Artikeln zwar historisch ein Merkmal der Schlagzeilenkonstruktion war, seine Verbreitung in der Vergangenheit jedoch geringer war. Insgesamt trägt diese Forschung zum Verständnis von Strategien zur Schlagzeilenoptimierung im Rundfunkjournalismus bei. Die gewonnenen Erkenntnisse haben Auswirkungen auf Medienschaffende, die ein Gleichgewicht zwischen Prägnanz und effektiver Kommunikation anstreben und sicherstellen möchten, dass Nachrichten zugänglich bleiben, ohne Kompromisse bei Präzision oder Tiefe einzugehen. Darüber hinaus beleuchtet die Analyse, wie sprachliche Ökonomie die öffentliche Wahrnehmung von Nachrichten beeinflusst. Die Studie berücksichtigt auch die möglichen Auswirkungen solcher Auslassungen auf Nicht-Muttersprachler und Sprachlernende. Diese Erkenntnisse könnten zukünftige Ansätze zur Gestaltung von Schlagzeilen im mehrsprachigen und internationalen Rundfunk beeinflussen.","en":"This study explores the practice of omitting articles the, an, and a in live news tickers in order to enhance brevity and impact of presented information. In an era marked by rapid information consumption, TV news headlines are crafted to capture viewers’ attention swiftly. When articles are removed, headlines become more concise, allowing for a sharper and more immediate delivery of essential information. This research offers an example-based analysis of the practice of omitting articles in headlines, with a specific focus on the BBC News. To anticipate the future trajectory of news headline presentation, this study examines trends in headline construction applied by the BBC News in live news tickers in 2010 and 2025. The findings suggest that while the omission of articles has historically been a feature of headline construction, its prevalence was lower in the past. Overall, this research contributes to the understanding of headline optimalisation strategies in broadcast journalism. The insights garnered have implications for media practitioners aiming to balance succinctness with effective communication, ensuring that news remains accessible without compromising on precision or depth. Furthermore, the analysis sheds light on how linguistic economy shapes public perception of news. The study also considers the potential impact of such omissions on non-native speakers and language learners. These findings may influence future approaches to headline writing in multilingual and international broadcasting contexts.","pl":""},"lastPage":74,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/04_coombs-hoar.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Die Tendenz zum Weglassen von Artikeln in Live-Nachrichten-Tickern: Eine vergleichende Fallstudie zu Schlagzeilen der BBC News (Analyse der Trends der Jahre 2025 und 2010)","title_en":"The Tendency of Omitting Articles in Live News Ticker: A Comparative Case Study of BBC News Headlines (Analysis of 2025 and 2010 Trends)","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"bb493e3f-ba4d-5250-acdd-63e7a64c10ce","fields":{"slug":"/data/issues/29/05_dus/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Magdalena","lastName":"Duś","orcid":"0000-0002-5792-4496","affiliation":{"de":"Jagiellonen-Universität","en":"Jagiellonian University","pl":"Uniwersytet Jagielloński"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-5","id":null,"editors":null,"firstPage":75,"issue":29,"keywords":{"de":["Übersetzerausbildung","Kompetenzentwicklung","Übersetzungsdidaktik","multimediale Lehrmethoden","KI-gestützte Übersetzungswerkzeuge"],"en":["translator training","skills development","teaching translation","multimedia teaching methods","AI-assisted translation tools"],"pl":["kształcenie tłumaczy","rozwój kompetencji","dydaktyka tłumaczeń","multimedialne metody nauczania","narzędzia tłumaczeniowe wspomagane SI"]},"item_abstracts":{"de":"Die Übersetzerausbildung sieht sich zunehmend mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Lehransätze und die Kompetenzen angehender Übersetzer:innen kontinuierlich an die sich wandelnden Anforderungen der globalisierten Arbeitswelt anzupassen. Dieser Beitrag beleuchtet die Entwicklung der Übersetzerausbildung und analysiert, wie multimediale und interaktive Lehrmethoden zur Förderung zentraler Kompetenzen beitragen können. Im Mittelpunkt der Betrachtung liegt die Vermittlung essenzieller Kompetenzen, die angehende Übersetzer:innen befähigen, den komplexen Anforderungen ihrer beruflichen Tätigkeit gerecht zu werden. Dazu gehören sprachliche Präzision, interkulturelles Verständnis, technologische Versiertheit sowie analytische und kreative Problemlösungsfähigkeiten. Die Integration von KI-basierten Werkzeugen, exemplarisch dargestellt am Einsatz von ChatGPT, wird kritisch beleuchtet, da diese sowohl als Lernressource als auch als Herausforderung für die Entwicklung eigenständiger Kompetenzen wahrgenommen werden. Darüber hinaus wird diskutiert, inwiefern der Einsatz solcher Tools nicht nur zur Effizienzsteigerung in der Lehre beiträgt, sondern auch Herausforderungen in der Bewertung der Quellenqualität und im Erhalt eigenständiger Arbeitsstrategien mit sich bringt. Die Untersuchung unterstreicht die Bedeutung multimedialer und interaktiver Plattformen wie Moodle, die flexible und praxisnahe Lernszenarien ermöglichen. Diese Ansätze unterstützen nicht nur den Kompetenzerwerb, sondern adressieren auch didaktische Herausforderungen, wie die Heterogenität der Lernenden und die Komplexität der zu vermittelnden Übersetzungsprozesse. Abschließend wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Übersetzerausbildung gegeben. Es wird hervorgehoben, dass die gezielte Förderung der Kompetenzen angehender Übersetzer:innen ein entscheidender Faktor ist, um sie auf die dynamischen und technologisch geprägten Anforderungen des internationalen Arbeitsmarktes vorzubereiten.","en":"Translator education is facing an increasing challenge of continuously adapting its teaching approaches and the competences of future translators to the evolving demands of a globalised labour market. This paper examines the evolution of translator training and analyses how multimedia and interactive teaching methods can contribute to the development of key competences. The focus of the discussion is on the provision of essential competences that will enable future translators to meet the complex demands of their professional practice. These include linguistic accuracy, intercultural understanding, technological literacy, and analytical as well as creative problem-solving skills. The integration of AI-based tools, exemplified by the use of ChatGPT, is critically examined both as a learning resource and as a challenge to the development of independent competences. The paper also discusses the extent to which the use of such quality of sources and maintaining independent working strategies. The study highlights the importance of multimedia and interactive platforms such as Moodle, which allow for flexible and practical learning scenarios. These approaches not only support the acquisition of competences but also address didactic challenges such as learner heterogeneity and the complexity of the translation processes to be taught. The paper concludes with an outlook on the future development of translator training. It is emphasised that the targeted promotion of the competences of future translators is a crucial factor in preparing them for the dynamic and technology-driven demands of the international labour market.","pl":""},"lastPage":91,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/05_dus.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Die Evolution der Übersetzerausbildung: Einblick in multimediale und interaktive Lehrmethoden zur Förderung von Kompetenzen","title_en":"Evolution of Translator Training: An Insight into Multimedia and Interactive Teaching Methods for Skills Development","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"5cebd8bf-6b80-59ca-a3da-1b85e7102ad2","fields":{"slug":"/data/issues/29/06_goian/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Angelina","lastName":"Goian","orcid":"0000-0002-9147-8944","affiliation":{"de":"Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz","en":"Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University","pl":"Czerniowiecki Uniwersytet Narodowy im. Jurija Fedkowycza"}},{"firstName":"Yuriy","lastName":"Kiyko","orcid":"0000-0002-2251-2811","affiliation":{"de":"Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz","en":"Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University","pl":"Czerniowiecki Uniwersytet Narodowy im. Jurija Fedkowycza"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-6","id":null,"editors":null,"firstPage":93,"issue":29,"keywords":{"de":["Phraseologismus","phraseologische Modifikation","semantischer Bereich","semantische Gruppe"],"en":["phraseological unit","phraseological modification","semantic domain","semantic group"],"pl":["jednostka frazeologiczna","modyfikacja frazeologiczna","domena semantyczna","grupa semantyczna"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag widmet sich einer umfassenden Analyse der strukturellen und semantischen Eigenschaften von Phraseologismen in der deutschen Mediensprache. Ziel der Studie ist es, die Vielfalt von Phraseologismen in Pressetexten zu erfassen, ihre Dynamik und Wandlungsfähigkeit sowie ihren Beitrag zur Modellierung des sprachlichen Weltbildes aufzudecken. Das Forschungsvorhaben gliedert sich in mehrere Phasen, die ein systematisches und vielschichtiges Vorgehen gewährleisten. In der ersten Phase werden die theoretischen Grundlagen gelegt: zentrale linguistische Kategorien werden präzise definiert und das umfangreiche empirische Material umrissen. Die Studie basiert auf einem Korpus von 17.665 phraseologischen Token, die aus 56 Ausgaben führender überregionaler Printmedien – „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Der Spiegel“ – manuell exzerpiert und inventarisiert wurden. In der zweiten Phase werden strukturelle und semantische Merkmale sowie die Gebrauchshäufigkeit der Phraseologismen untersucht und anhand einer integrierten strukturell-semantischen Klassifikation geordnet. Dabei entsteht ein differenziertes Bild der phraseologischen Vielfalt, das die wechselseitige Verflechtung von Sprache und gesellschaftlicher Realität verdeutlicht. Ein innovativer Aspekt der Studie ist die Zuordnung des Korpus zu drei übergeordneten semantischen Bereichen – „Mensch“, „objektive Welt“ und „Determinanten“ –, wodurch die wichtigsten semantischen Gruppen des phraseologischen Weltbildes als Fragment des sprachlichen Weltbildes sichtbar werden. Besonders bemerkenswert ist die letzte Phase der Untersuchung, die sich den Modifikationen der Phraseologismen widmet. Die Autoren entwickeln eine eigenständige, differenzierte Klassifikation der phraseologischen Modifikationen und erfassen zugleich deren quantitative Verteilung in den einzelnen semantischen Gruppen. Dadurch ergeben sich neue Einsichten in die Mechanismen phraseologischer Kreativität, die verdeutlichen, wie Mediensprache Realität nicht nur abbildet, sondern zugleich formt und interpretiert.","en":"In the present article, the authors conduct a comprehensive analysis of the structural and semantic features of phraseological units in contemporary German media language. The study aims to capture the diversity of phraseological expressions in press texts, to reveal their dynamics and flexibility, and to contribute to the modelling of the linguistic worldview. The research project is divided into several stages, ensuring a systematic and multi-layered approach. In the first stage, the theoretical foundations are established, with key linguistic categories precisely defined and extensive empirical material outlined. The study is based on a representative corpus of 17,665 phraseological tokens manually excerpted and catalogued from 56 issues of leading nationwide print media: „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, and „Der Spiegel“. In the second stage, the authors examine the structural and semantic characteristics and the frequency of use of the phraseological units, classifying them within an integrated structural-semantic framework. This yields a nuanced picture of phraseological diversity, highlighting the interconnection between language and social reality. An innovative aspect of the study is the classification of the corpus into three overarching semantic domains: „Human“, „Objective World“ and „Determinants“. This categorisation enables the identification of the key semantic groups of the phraseological worldview as a fragment of the broader linguistic worldview. Notably, the last stage of the research focuses on phraseological modifications. The authors propose an original, differentiated classification of these modifications and analyse their quantitative distribution across the semantic groups. This approach provides new insights into the mechanisms of phraseological creativity, demonstrating how language in the media not only reflects reality but also shapes and interprets it.","pl":""},"lastPage":108,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/06_goian.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Phraseologismen und ihre Modifikationen in modernen deutschen Printmedien","title_en":"Phraseological Units and Their Modifications in Contemporary German Print Media","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"aab8d465-fb4d-518d-a109-b446bff4f691","fields":{"slug":"/data/issues/29/07_hoeppnerova/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Věra","lastName":"Höppnerová","orcid":"0000-0003-3171-0649","affiliation":{"de":"Wirtschaftsuniversität Prag","en":"Prague University of Economics and Business","pl":"Wyższa Szkoła Ekonomiczna w Pradze"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-7","id":null,"editors":null,"firstPage":109,"issue":29,"keywords":{"de":["Wirtschaftsdeutsch","Wirtschaftstschechisch","Metaphern"],"en":["business German","business Czech","metaphors"],"pl":["niemiecki biznesowy","czeski biznesowy","metafory"]},"item_abstracts":{"de":"Die bisherige kontrastive Forschung hat sich überwiegend mit dem Vergleich metaphorischer Ausdrücke im Hinblick auf den Grad der Äquivalenz beschäftigt. Dabei wurde die quantitative Vertretung verschiedener Äquivalenztypen außer Acht gelassen. Bei einem Vergleich der Metaphern im Wirtschaftsdeutschen und Wirtschaftstschechischen wurden gravierende Unterschiede im Vorkommen von Metaphern in beiden Sprachen festgestellt, deren Gründe hier untersucht werden. Eine weitere zu lösende Aufgabe war die Feststellung der produktivsten Begriffsfelder (Konzepte), denen die Metaphern entnommen wurden. Für die Zuordnung von Metaphern zu diesem oder jenem Konzept gibt es keine Regeln und sie wird oft subjektiv vorgenommen. Deshalb wird hier die durchgeführte Zuordnung begründet und den Ursachen für die Produktivität des Bildspenderbereiches nachgegangen. Die Analyse stützt sich auf den aktuellen Wortschatz mit dem Ziel festzustellen, in welche Metaphern sich die wirtschaftliche Entwicklung der letzten vier Jahre widerspiegelt. Die 300 analysierten Metaphern wurden der zweisprachigen Zeitschrift der deutsch-tschechischen Wirtschaft „Plus“ sowie den Publikationen der Deutsch-tschechischen Handelskammer entnommen, die für Fachleute bestimmt ist. Den deutschen Metaphern wurden tschechische Äquivalente zugeordnet, die das Korpus der Analyse bilden. Im quantitativen Vorkommen von Metaphern wurden in beiden Sprachen beträchtliche Unterschiede festgestellt. Vollidiomatische, bildhafte Metaphern im Deutschen haben im Tschechischen oft keine bildhafte Entsprechung, auch wenn das entsprechende Bild im Tschechischen existiert. Dies hat vor allem einen stilistischen Grund. Der Ausdruck wirkt im Tschechischen zu expressiv und bildhaft. Auch bildhafte Funktionsverbgefüge und vage, wenig verständliche Metaphern werden im Tschechischen umschrieben. Im pädagogischen Prozess sollten die Studierenden deshalb darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Gebrauch von Metaphern in beiden Sprachen keineswegs symmetrisch ist, sondern dass den deutschen bildhaften, expressiven Metaphern oft nüchterne Umschreibungen entsprechen.","en":"Previous contrastive research has focused predominantly on comparing metaphorical expressions with regard to their degree of equivalence. In doing so, the quantitative representation of different types of equivalence has been largely neglected. A comparison of metaphors in German and Czech economic language revealed significant differences in the occurrence of metaphors in both languages, the reasons for which are examined here. Another task to be addressed was identifying the most productive conceptual domains (concepts) from which the metaphors were drawn. There are no fixed rules for assigning metaphors to one concept or another, and such assignments are often made subjectively. Therefore, the assignments made in this study are justified, and the reasons for the productivity of the source domains are explored. The analysis is based on current vocabulary with the aim of determining which metaphors reflect the economic developments of the past four years. 300 metaphors analyzed were taken from the bilingual journal of German-Czech economic affairs “Plus” and from publications of the German-Czech Chamber of Commerce, which are targeted at professionals. Czech equivalents were assigned to the German metaphors, forming the corpus for the analysis. Significant differences were found in the quantitative occurrence of metaphors in both languages. Fully idiomatic, figurative metaphors in German often lack a figurative equivalent in Czech, even when the corresponding image does exist in Czech. This is primarily due to stylistic reasons as the expression appears too expressive and figurative in Czech. Figurative verb constructions and vague, hard-to-understand metaphors are also paraphrased in Czech. Therefore, in the educational process, students should be made aware that the use of metaphors in both languages is by no means symmetrical, and that expressive, figurative German metaphors are often matched by sober paraphrases in Czech.","pl":""},"lastPage":125,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/07_hoeppnerova.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Wirtschaftliche Entwicklung in Tschechien im Spiegel von Metaphern","title_en":"Economic Development in Czechia through the Lens of Metaphors","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"92306e5c-a9f8-51c1-8193-764afea9641a","fields":{"slug":"/data/issues/29/08_ivanenko/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Svitlana","lastName":"Ivanenko","orcid":"0000-0002-1855-2888","affiliation":{"de":"Nationale Technische Universität der Ukraine","en":"National Technical University of Ukraine","pl":"Narodowy Uniwersytet Techniczny Ukrainy"}},{"firstName":"Renata","lastName":"Voroshylova","orcid":"0000-0002-5992-5441","affiliation":{"de":"Nationale Technische Universität der Ukraine","en":"National Technical University of Ukraine","pl":"Narodowy Uniwersytet Techniczny Ukrainy"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-8","id":null,"editors":null,"firstPage":127,"issue":29,"keywords":{"de":["kommunikativ-pragmatische Strategie","Taktik","persuasive Strategie","Kommunikationsstrategie der Gruppenidentifikation","Webinar zu ökologischen Themen"],"en":["communicative-pragmatic strategy","tactic","persuasive strategy","communication strategy for group identification","webinar on ecological topics"],"pl":["strategia komunikacyjno-pragmatyczna","taktyka","strategia perswazyjna","strategia komunikacyjna identyfikacji grupowej","webinar o tematyce ekologicznej"]},"item_abstracts":{"de":"Der Artikel behandelt den Einsatz kommunikativ-pragmatischer Strategien und Taktiken in der Massenkommunikation, die einen enormen Einfluss auf die Meinungsbildung in der modernen Gesellschaft ausübt. Die Verwendung von solchen Strategien und Taktiken wird an der Textsortenabwandlung „Webinar zu ökologischen Themen“ untersucht, weil es multimodal ist und das Zusammenspiel von verbalen, nonverbalen und paraverbalen Mitteln verkörpert, was seine Aktualität als Forschungsobjekt bekräftigt. Es geht um eine explorative Untersuchung. Als Forschungsstoff gelten Webinare zu ökologischen Themen von der europäischen Organisation Europe Calling und von Jutta Paulus, Mitglied des Europäischen Parlaments. Die grundlegende Kommunikationsstrategie, die ihre Dominanz bei den analysierten Webinaren behauptet, ist die persuasive Strategie. Die Kommunikationsstrategie der Gruppenidentifikation nimmt eine untergeordnete Stellung ein, weil sie zum Kennzeichen der massenkommunikativen Sprachhandlungen im Rahmen der persuasiven Kommunikation angewendet wird. Dazu gehört auch die Argumentationsstrategie, die manchmal mit der Manipulationsstrategie vom Standpunkt des Positiven (Shkitska 2012) verbunden wird. Die Palette der festgestellten kommunikativen Taktiken dieser Kommunikationsstrategien umfasst die Provokationstaktik, die Warnungstaktik, die Taktik der begründeten Werturteile, die Aufwertungstaktik, die Minusanalyse-Taktik, die Kooperationstaktik, die Selbstdarstellungstaktik und die Taktik der Selbstdarstellung durch die positive Zurschaustellung der/des Anderen, die Call-to-Action-Taktik sowie die Taktik des freundschaftlichen Tons zwischen Sender und Empfänger. Bei den Webinaren von Europe Calling werden die genannten Strategien und Taktiken durch eine visuelle Unterstützung (anschauliche Grafiken, Videos, Infografiken etc.) verstärkt, wodurch ihre Multimodalität bei der Online-Kommunikation zum Vorschein tritt. Jutta Paulus nutzt sie bei ihren Webinaren eher selten und vermittelt hingegen den Eindruck, dass Gespräche mit Experten relativ informell und spontan sind. Das Online-Format des Webinars ermöglicht, Tausenden von Menschen daran teilzunehmen. Die Möglichkeit der Rückkopplung mit den Empfängern ist zwar begrenzt, aber im Vergleich zu den Seminaren, die offline durchgeführt werden, sind die Kapazitäten deutlich größer und erweiterungsfähiger, weil die akademische Textsorte „das Seminar“ eine zahlenmäßig begrenzte Menge von Teilnehmern beinhaltet.","en":"The article deals with the use of communicative-pragmatic strategies and tactics in mass communication, which makes an enormous impact on opinion-forming in modern society. The use of such strategies and tactics is analysed in the text subtype modification „webinar on ecological topics“, because it is multimodal and represents the synergy of verbal, non-verbal and paraverbal means, which emphasises its actuality as research object. This is an exploratory study. The research material consists of the webinars on ecological topics by the European organisation Europe Calling and by Jutta Paulus, Member of the European Parliament. The basic communication strategy that dominantes in the webinars is the persuasive strategy. The communication strategy of group identification occupies a subordinate position because it is one of the typical features of mass communicative speech acts in the context of persuasive communication. It also includes the argumentation strategy, which is sometimes associated with the positively-coloured manipulative strategy (Shkitska 2012). The range of identified communicative tactics of these communication strategies includes the provocation tactic, the warning tactic, the tactic of justified value judgments, the enhancement tactic, the negative analysis tactic, the blaming tactic (the tactic of indirect accusation), the distraction tactic, the cooperation tactic, the Call-to-Action-tactic and the tactic of friendly tone between the sender and the recipient. In Europe Calling webinars, the strategies and tactics mentioned are reinforced by visual support (clear graphics, videos, infographics, etc.), whereby their multimodality in online communication comes to light. Jutta Paulus rarely uses them in her webinars and gives the impression that conversations with experts are relatively informal and spontaneous. The online format of the webinar allows thousands of participants to take part. While the opportunity for feedback from the participants is limited, the capacity is much larger and more expandable than in the case of offline seminars, because the academic text format „the seminar“ provides a limited number of participants.","pl":""},"lastPage":142,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/08_ivanenko.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Kommunikativ-pragmatische Strategien und Taktiken in Massenmedien (gezeigt an ökologischen Webinaren)","title_en":"Communicative-Pragmatic Strategies and Tactics in Mass Communication (Shown on Ecological Webinars)","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"443d3d8c-2529-5857-905d-667aff13a9a2","fields":{"slug":"/data/issues/29/09_kalas/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Filip","lastName":"Kalaš","orcid":"0000-0003-2554-9465","affiliation":{"de":"Wirtschaftsuniversität in Bratislava","en":"Bratislava University of Economics and Business","pl":"Uniwersytet Ekonomiczny w Bratysławie"}},{"firstName":"Pavol","lastName":"Lipták","orcid":"0009-0009-1802-1700","affiliation":{"de":"Wirtschaftsuniversität in Bratislava","en":"Bratislava University of Economics and Business","pl":"Uniwersytet Ekonomiczny w Bratysławie"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-9","id":null,"editors":null,"firstPage":143,"issue":29,"keywords":{"de":["Nahe Synonymie","Korpuslinguistik","Fachsprache","Wirtschaftsdiskurs"],"en":["near-synonymy","corpus linguistics","specialised language","economic discourse"],"pl":["near synonymy ","lingwistyka korpusowa","język specjalistyczny","dyskurs ekonomiczny"]},"item_abstracts":{"de":"Diese Studie untersucht das lexikalisch-semantische Verhalten von Nahe-Synonymen im wirtschaftlichen Diskurs in Englisch, Deutsch und Slowakisch. Der Schwerpunkt liegt auf häufig vorkommenden Wortpaaren wie cheap–affordable, billig–preiswert und lacný–výhodný. Die Analyse untersucht, wie sich diese Begriffe in ihrer semantischen Prosodie, ihrem Kollokationsverhalten und ihrer Sentimentfunktion innerhalb ihrer jeweiligen Sprachen unterscheiden. Die Studie basiert auf zwei zentralen Hypothesen. Erstens wird, erwartet, dass die polysemischen Adjektive cheap, billig und lacný häufiger in neutralen oder negativen Sentimentkontexten vorkommen. Zweitens wird angenommen, dass weniger polysemische Adjektive wie affordable, preiswert und výhodný überwiegend in positiven Kontexten vorkommen. Um diese Annahmen zu überprüfen, wurden wirtschaftliche Teilkorpora aus der TenTen-Familie mit Sketch Engine analysiert. Die stärksten nominalen Kollokationen wurden mit logDice extrahiert und anschließend in semantische Domänen gruppiert. Dabei wurden auch sprachübergreifende Übersetzungsprobleme berücksichtigt. Die Sentimentanalyse wurde anhand von Konkordanzzeilen mit KI-gestützten Tools und Microsoft Excel durchgeführt. Jede Instanz wurde als positiv, neutral oder negativ gekennzeichnet. Mit Chi-Quadrat-Tests wurde geprüft, ob die beobachteten Sentimentverteilungen signifikant von einer einheitlichen Erwartung abweichen. Die statistischen Analysen bestätigen keine der vorgeschlagenen Hypothesen. Die Daten lassen jedoch beobachtbare Tendenzen erkennen. Weniger polysemische Adjektive kommen häufiger in Kontexten mit positiver Konnotation vor, während polysemische Adjektive ein breiteres Spektrum an Emotionen abdecken, das auch neutrale und negative Kontexte umfasst. Diese Tendenzen sind deskriptiv erkennbar, erreichen jedoch keine statistische Signifikanz, und die Verteilungen weisen Abweichungen auf, die eine eindeutige Bestätigung der Hypothesen verhindern. Zusammen tragen die kollokations- und sentimentbasierten Analysen zu einer detaillierten Rekonstruktion der semantischen Prosodie bei und veranschaulichen, wie synonymische Variation innerhalb des wirtschaftlichen Registers jeder Sprache funktioniert.","en":"This study explores the lexical-semantic behaviour of near-synonyms in economic discourse across English, German, and Slovak. It focuses on high-frequency lexical pairs such as cheap–affordable, billig–preiswert, and lacný–výhodný. The analysis examines how these items differ in semantic prosody, collocational behaviour, and sentiment function within their respective languages. The study is grounded in two central hypotheses. First, polysemous adjectives cheap, billig, lacný are expected to occur more frequentl in neutral or negative sentiment contexts. Second, less polysemous adjectives affordable, preiswert, výhodný are assumed to appear predominantly in positive contexts. To test these assumptions, economic subcorpora from the TenTen family were analysed via Sketch Engine. The strongest nominal collocates were extracted using logDice and subsequently grouped into semantic domains. Cross-linguistic translation issues were also taken into account. Sentiment analysis was performed on concordance lines using AI-assisted tools and Microsoft Excel. Each instance was labelled as positive, neutral, or negative. Chi-square tests were applied to assess whether the observed sentiment distributions deviated significantly from a uniform expectation. The statistical analyses do not confirm either of the proposed hypotheses. However, the data reveal observable tendencies. Less polysemous adjectives occur more frequently in contexts with positive connotations, whereas polysemous adjectives show a broader sentiment range that includes neutral and negative contexts. These tendencies remain descriptively noticeable but do not reach statistical significance, and the distributions show deviations that prevent clear confirmation of the hypotheses. Together, the collocational and sentiment-based analyses contribute to a detailed reconstruction of semantic prosody and illustrate how synonymic variation functions within the economic register of each language.","pl":""},"lastPage":158,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/09_kalas.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Von cheap zu affordable – Korpusgestützte Untersuchung der nahen Synonymie im englischen, deutschen und slowakischen Wirtschaftsdiskurs","title_en":"From Cheap to Affordable – Corpus-Assisted Exploration of Near-Synonymy in English, German, and Slovak Economic Discourse","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"bad341cf-9e83-5e7e-8e50-a46e9fe2db49","fields":{"slug":"/data/issues/29/10_kiyko/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Svitlana","lastName":"Kiyko","orcid":"0000-0003-4964-7043","affiliation":{"de":"Technische Universität Berlin","en":"Technical University of Berlin","pl":"Berliński Uniwersytet Techniczny"}},{"firstName":"Lesia","lastName":"Hladkoskok","orcid":"0000-0002-6447-4729","affiliation":{"de":"Nationale Universität Czernowitz „Jurij Fedkowytsch“","en":"Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University","pl":"Czerniowiecki Uniwersytet Narodowy im. Jurija Fedkowycza"}},{"firstName":"Mykhailo","lastName":"Saiko","orcid":"0000-0001-8098-0595","affiliation":{"de":"Nationale Universität Kiew „Taras Schewtschenko“","en":"Taras Shevchenko National University of Kyiv","pl":"Kijowski Uniwersytet Narodowy im. Tarasa Szewczenki"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-10","id":null,"editors":null,"firstPage":159,"issue":29,"keywords":{"de":["deutsche Terminologie","Buchhaltung","Wirtschaftsprüfung","paradigmatische Relationen"],"en":["German terminology","accounting","auditing","paradigmatic relations"],"pl":["niemiecka terminologia","księgowość","audyt","relacje paradygmatyczne"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag untersucht die lexikalisch-semantischen Besonderheiten des deutschen Terminologiesystems der Buchhaltung und der Wirtschaftsprüfung. Das Untersuchungskorpus umfasst rund 6000 Termini und terminologische Wortverbindungen, die aus Fachwörterbüchern und Online-Lexika extrahiert wurden. Die deutsche Terminologie der Buchhaltung und der Wirtschaftsprüfung wird als ein geordnetes, semantisch und strukturell kohärentes System miteinander verbundener Fachausdrücke charakterisiert, zwischen denen paradigmatische Beziehungen bestehen. Die thematische Klassifikation ermöglichte die Identifizierung von zehn Gruppen der Termini, wobei die umfangreichsten die Bezeichnungen von Operationen, Handlungen und Prozessen (1688 Einheiten) sowie von Eigenschaften, Qualitäten, Merkmalen und Zuständen (1237 Einheiten) darstellen. Dies unterstreicht den prozessualen Charakter des untersuchten Fachgebiets. Die Analyse der paradigmatischen Relationen zeigte das aktive Funktionieren von Hyperonymie- und Hyponymiebeziehungen auf, die die hierarchische Organisation des terminologischen Materials gewährleisten. Die Synonymie manifestiert sich in zwei Haupttypen – semantischer Identität und semantischer Nähe –, wobei syntaktische Synonymkonstruktionen überwiegen. Die Antonymie wird durch vier Typen repräsentiert: kontradiktorische, komplementäre, konträre und konverse Termini. Homonymie und Paronymie, obwohl weniger verbreitet, bereiten dennoch gewisse Schwierigkeiten beim eindeutigen Verständnis der Termini. Unterschieden werden dabei branchenübergreifende und brancheninterne Homonymien, deren Entstehung auf Entlehnungen, semantische Wortbildung und das Funktionieren von Internationalismen in verschiedenen Terminologiesystemen zurückzuführen ist. Insgesamt zeichnet sich das deutsche Terminologiesystem der Buchhaltung und der Wirtschaftsprüfung durch einen hohen Systematisierungsgrad, eine hierarchische Struktur und vielfältige paradigmatische Relationen zwischen den terminologischen Einheiten aus, was die Komplexität und Vielschichtigkeit des begrifflichen Apparats dieses Wissensgebiets widerspiegelt.","en":"The paper examines the lexical and semantic features of the German terminology system of accounting and auditing. The research corpus comprises approximately 6,000 terms and terminological combinations extracted from specialized dictionaries and online lexicons. The German terminology of accounting and auditing is characterized as an organized, semantically and structurally coherent system of interrelated technical expressions connected by paradigmatic relationships. The thematic classification made it possible to identify ten groups of terms, the largest of which denote operations, actions, and processes (1,688 units), as well as properties, qualities, characteristics, and states (1,237 units). This highlights the process-oriented nature of the examined field. The analysis of paradigmatic relations revealed the active functioning of hyperonymic and hyponymic links, which ensure the hierarchical organization of the terminological material. Synonymy is represented by two main types – semantic identity and semantic similarity – with syntactic synonymic constructions prevailing. Antonymy is represented by four types: contradictory, complementary, contrary, and converse terms. Although less common, homonymy and paronymy still pose certain challenges for the unambiguous understanding of terms. Both intersectoral and intrasectoral homonyms were distinguished, their emergence being attributed to borrowing, semantic word formation, and the functioning of internationalisms across different terminological systems. Overall, the German terminology system of accounting and auditing is characterized by a high degree of systematization, a hierarchical structure, and diverse paradigmatic relations among terminological units, reflecting the complexity and multifaceted nature of the conceptual framework of this field of knowledge.","pl":""},"lastPage":178,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/10_kiyko.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Deutsche Terminologie der Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung: lexikalisch-semantische Besonderheiten","title_en":"German Terminology of Accounting and Auditing: Lexical and Semantic Features","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"1ddf4875-c42e-5cd3-910d-1cc696f634b8","fields":{"slug":"/data/issues/29/11_klein/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Ágnes","lastName":"Klein","orcid":"0000-0001-6108-1914","affiliation":{"de":"Eötvös Loránd Universität, Universität Pécs","en":"Eötvös Loránd University, University of Pécs","pl":"Uniwersytet Loránda Eötvösa, Uniwersytet w Peczu"}},{"firstName":"Éva","lastName":"Márkus","orcid":"0000-0002-3571-8472","affiliation":{"de":"Eötvös Loránd Universität","en":"Eötvös Loránd University","pl":"Uniwersytet Loránda Eötvösa"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-11","id":null,"editors":null,"firstPage":179,"issue":29,"keywords":{"de":["Dialekt","Trilingualismus","Kinderliteratur","Herkunftssprache"],"en":["dialect","trilingualism","children’s literature","heritage language"],"pl":["dialekt","trójjęzyczność","literatura dziecięca","język odziedziczony"]},"item_abstracts":{"de":"Die vorliegende Arbeit untersucht die deutschsprachige Kinderliteratur in Ungarn in ihrer historischen Entwicklung über die vergangenen drei Jahrzehnte, in denen Werke deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller für Kinder in Ungarn erneut veröffentlicht wurden. Darüber hinaus wird die gegenwärtige Situation der deutschsprachigen Kinderliteratur in Ungarn anhand der Analyse ausgewählter Texte dargestellt. Sie ist durch einen erheblichen Sprachverlust ungarndeutscher Familien gekennzeichnet. Ihre ursprüngliche Muttersprache waren die jeweiligen Dialekte, die jedoch weitgehend aus dem familiären Alltag verschwunden sind. Die Kinderliteratur ungarndeutscher Autorinnen und Autoren erscheint daher vornehmlich in Bildungseinrichtungen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Analyse von Gedichten und Kurzgeschichten von Christina Arnold, einer in Südungarn lebenden Autorin, die ihre Werke teilweise im Dialekt, teilweise im Standarddeutsch verfasst. Dadurch werden ihre Erfahrungen gelebter Mehrsprachigkeit sichtbar. Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf textinterne, sondern insbesondere auch auf textexterne Faktoren auf der Mikroebene. Die Texte wurden mithilfe des Programms ATLAS.ti detailliert untersucht. Neben den typischen mehrsprachigen, kontaktinduzierten Erscheinungen werden auch kulturelle Referenzen erfasst und analysiert. Die Erhebung zeigt, dass die ungarndeutsche Literatur eine Manifestation der Brückenfunktion zwischen drei Kulturen darstellt, die trotz des Sprachverlustes weiterhin eng mit dem Alltagsleben der Menschen verbunden ist.","en":"The present study investigates the historical development of German-language children’s literature in Hungary, with particular emphasis on the past three decades during which the works by German authors for children were republished in Hungary. In addition, the article examines the current state of this literary field through the analysis of selected texts. This situation is marked by a significant loss of language competence among Hungarian-German families. While the traditional mother tongues of this community were the respective local dialects, these have largely receded from everyday family life. Consequently, children’s literature produced by Hungarian-German authors is now primarily encountered in educational settings. Central to this study is the analysis of poems and short stories by Christina Arnold, an author residing in southern Hungary, who composes her works partly in dialect and partly in Standard German. This bilingual practice provides valuable insight into her life experience of multilingualism. The analysis considers not only text-internal features but also, and more importantly, text-external factors at the micro level. The texts were systematically examined using the ATLAS.ti software. In addition to recurrent multilingual and contact-induced phenomena, cultural references were identified and analyzed. The findings indicate that Hungarian-German literature functions as a cultural bridge between three traditions, which – despite the ongoing language erosion – remains deeply embedded in the everyday life of the community.","pl":""},"lastPage":194,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/11_klein.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Trilingualität in der Ungarndeutschen Kinderliteratur am Beispiel von Christina Arnolds Texten","title_en":"Trilingualism in Hungarian-German Children’s Literature Using the Example of Christina Arnold’s Texts","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"4204993b-701b-552f-9a87-0918b4cb7016","fields":{"slug":"/data/issues/29/12_liedtke/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Joachim","lastName":"Liedtke","orcid":"0000-0002-8201-3715","affiliation":{"de":"Hochschule Kristianstad","en":"Kristianstad University","pl":"Uniwersytet w Kristianstad"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-12","id":null,"editors":null,"firstPage":195,"issue":29,"keywords":{"de":["Multimediales Lernen","Präsentationsdesign","Hochschuldidaktik","Germanistische Lehre"],"en":["multimedia learning","presentation design","higher education didactics","German studies teaching"],"pl":["nauczanie z wykorzystaniem multimediów","projektowanie prezentacji","dydaktyka akademicka","dydaktyka germanistyki"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag bietet eine forschungsbasierte Übersicht zu den motivationalen, kognitiven und lernförderlichen Effekten multimedialer Lehrgestaltung im Kontext der allgemeinen germanistischen Hochschullehre sowie der Fremdsprachendidaktik Deutsch als Fremdsprache (DaF). Der Ausgangspunkt sind die Erkenntnisse einschlägiger wissenschaftlicher Untersuchungen, die zeigen, dass Lernen durch die gezielte Kombination von Wort, Bild, Ton und Interaktion wirksamer wird, wenn diese Elemente didaktisch abgestimmt sind. Auf Grundlage kognitionspsychologischer Modelle des multimedialen Lernens (u. a. Paivio 1990, 1991, Schnotz 2022, 2023, Mayer 2021, 2024) werden zentrale Prinzipien wie Kohärenz, Signalisierung, Kontiguität, Modalität, Redundanz und Segmentierung erläutert und auf die Gestaltung universitärer Lehre übertragen. Empirische Befunde zeigen, dass klar strukturierte und visuell fokussierte Präsentationen Aufmerksamkeit und Verständnis fördern und kognitive Überlastung vermeiden. Zugleich wird betont, dass Multimedialität allein keine Leistungssteigerung garantiert: Entscheidend ist die Qualität der didaktischen Integration und die Anpassung der Medien an Inhalte und Lernziele. Anhand von Beispielen aus der germanistischen Praxis werden konkrete Gestaltungsempfehlungen vorgestellt – etwa der Einsatz konsistenter Farbcodierung in der Linguistik, Visualisierungen und Diagramme in der Literaturwissenschaft, Animationen für Prozesse und KI-generierte Illustrationen für abstrakte oder bildlich schwer darstellbare Konzepte. Der Beitrag plädiert für eine reflektierte, ästhetisch durchdachte und empirisch fundierte Lehrgestaltung, die sowohl kognitiv wirksam als auch formal ansprechend ist. Multimedialität wird als strategisches didaktisches Instrument verstanden, welches Aufmerksamkeit, Motivation und Verständnis gleichermaßen stärkt, wenn Form und Inhalt in einem kohärenten Design zusammenwirken. Das Ziel ist eine Lehre, die Erkenntnisprozesse vertieft, Lernmotivation unterstützt und aktives, nachhaltiges Lernen ermöglicht.","en":"The article provides a research-based overview of the motivational, cognitive, and learning-enhancing effects of multimedia instructional design in the context of general German studies at the university level as well as the didactics of German as a foreign language. The starting point lies in relevant scientific studies showing that learning becomes more effective when words, images, sound, and interaction are combined in a didactically coordinated way. Based on cognitive psychological models of multimedia learning (including Paivio 1990, 1991, Schnotz 2022, 2023, Mayer 2021, 2024), central principles such as coherence, signaling, contiguity, modality, redundancy, and segmentation are explained and applied to the design of university teaching. Empirical findings show that clearly structured and visually focused presentations promote attention and understanding, and avoid cognitive overload. At the same time, it is emphasized that multimedia alone does not guarantee improved performance: the quality of didactic integration and the adaptation of media to the content and learning objectives are crucial. Using examples from German studies practice, concrete design recommendations are presented – such as the use of consistent color coding in linguistics, visualizations and diagrams in literary studies, animations for processes, and AI-generated illustrations for abstract or visually difficult concepts. The article advocates for a reflective, aesthetically thoughtful, and empirically grounded approach to teaching that is both cognitively effective and formally appealing. Multimedia is understood as a strategic didactic tool that equally enhances attention, motivation, and understanding when form and content work together in a coherent design. The goal is teaching that deepens cognitive processes, supports learning motivation, and enables active, sustainable learning.","pl":""},"lastPage":209,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/12_liedtke.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Multimedialität im Forschungsfokus: Empirische Evidenz zu motivationalen, kognitiven und lernförderlichen Effekten am Beispiel der universitären Germanistik- und DaF-Lehre","title_en":"Multimedia in Research Focus: Empirical Evidence on Motivational, Cognitive, and Learning-Promoting Effects Using the Example of University German Studies and German as a Foreign Language Teaching","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"29fa258b-4ef5-5233-a57f-76266941f0f9","fields":{"slug":"/data/issues/29/13_lueger/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Heinz-Helmut","lastName":"Lüger","orcid":"0000-0002-1131-6583","affiliation":{"de":"Bad Bergzabern","en":"Bad Bergzabern","pl":"Bad Bergzabern"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-13","id":null,"editors":null,"firstPage":211,"issue":29,"keywords":{"de":["Zweiter Weltkrieg","kollektives Gedächtnis","kulturelle Identität","Feindbilder","Stereotypisierungen","politische Argumentation","Persuasion"],"en":["World War II","collective memory","cultural identity","enemy images","stereotyping","political argumentation","persuasion"],"pl":["II wojna światowa","pamięć zbiorowa","tożsamość kulturowa","obraz wroga","stereotypizacja","argumentacja polityczna","perswazja"]},"item_abstracts":{"de":"Der Blick auf die eigene Geschichte unterliegt bekanntlich zahlreichen, oft höchst unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen. Dies gilt erst recht für Gedenkreden staatlicher Repräsentanten, die sich aus einer gewissen zeitlichen Distanz auf ein mehr oder weniger bedeutsames historisches Ereignis beziehen. Welche Sichtweisen werden dabei entfaltet, welche Bewertungen dominieren, wer sind die wichtigsten politischen Akteure, welche Folgerungen ergeben sich für die Zukunft? Anhand von Redebeispielen zum Ende des Zweiten Weltkriegs soll versucht werden, bestimmte Schwerpunkte der politisch-geschichtlichen Einordnung herauszustellen und markante Veränderungen von Willy Brandt (1970) über Richard von Weizsäcker (1985) bis hin zu Frank-Walter Steinmeier (2025) nachzuzeichnen. Ganz konkret wird auch der Frage nachgegangen, welche Perspektive die jeweiligen Redner zum 8. Mai 1945 einnehmen, welche Deutungsmuster herangezogen werden, in welchem Maße friedenspolitische Bestrebungen eine Rolle spielen, welche Akzentverschiebungen sich eventuell ergeben und inwieweit dabei Konzepte des kollektiven Gedächtnisses und der Erinnerungskultur aktualisiert oder modifiziert werden. Zum Vergleich wird auch eine Rede von Władysław Bartoszewski im Deutschen Bundestag herangezogen. Hier ist interessant zu sehen, wie sich aus der Sicht eines polnischen Politikers die Entwicklungen der letzten fünfzig Jahre darstellen, welche Etappen, welche Ereignisse und Entscheidungen als wichtig eingestuft werden und worin die spezifisch polnischen Urteilskriterien bestehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt insgesamt den Mitteln und Verfahren, mit denen die jeweiligen Selbst- und Fremdbilder aufgebaut und für die hier als relevant eingestuften Ziele und Perspektiven argumentativ geworben wird.","en":"As is well known, the way we view our own history is subject to numerous, often highly diverse, prerequisites and conditions. This is especially true for commemorative speeches delivered by state representatives who, from a certain temporal distance, refer to a certain more or less significant historical event. What perspectives are developed, which assessments dominate, who are the most important political actors, and what conclusions can be drawn for the future? Using examples of speeches from the end of the Second World War, this study attempts to highlight certain focal points of the political-historical contextualization and to trace significant changes from Willy Brandt (1970) through Richard von Weizsäcker (1985) to Frank-Walter Steinmeier (2025). Specifically, the study also examines the perspectives of the respective speakers on May 8, 1945, the interpretive frameworks employed, the extent to which peace policy efforts play a role, any shifts in emphasis that may occur, and the degree to which the concepts of collective memory and the culture of remembrance are updated or modified. For comparison, a speech by Władysław Bartoszewski in the German Bundestag is also used. It is interesting to see how the developments of the last fifty years appear from the perspective of a Polish politician, which stages, events and decisions are considered important, and what specifically Polish criteria for judgment are. Particular attention is paid to the means and methods used to construct the respective self-images and perceptions of others, and to advocate for the goals and perspectives deemed relevant here.","pl":""},"lastPage":228,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/13_lueger.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Erinnerungspolitische Wendepunkte. Argumentation und Persuasion in Gedenkreden zum 8. Mai 1945","title_en":"Turning Points in the Politics of Remembrance. Argumentation and Persuasion in Commemorative Speeches on May 8, 1945","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"8c41091d-1a8c-5673-bd7d-3986de18f834","fields":{"slug":"/data/issues/29/14_maciejewski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Marcin","lastName":"Maciejewski","orcid":"0000-0002-1147-9091","affiliation":{"de":"Adam-Mickiewicz-Universität Posen","en":"Adam Mickiewicz University in Poznań","pl":"Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-14","id":null,"editors":null,"firstPage":229,"issue":29,"keywords":{"de":["Medikalisierung","Diskurslinguistik","Semantische Kämpfe","Gesundheitsdiskurs"],"en":["medicalization","discourse linguistics","semantic struggles","health communication"],"pl":["medykalizacja","lingwistyka dyskursu","walki semantyczne","dyskurs medyczny"]},"item_abstracts":{"de":"Immer mehr Aspekte des Alltagslebens und verschiedene soziale Phänomene werden heute in medizinische Kategorien überführt und aus medizinischer Sicht interpretiert. In dem Beitrag wird dieser Medikalisierungsprozess, der bis jetzt vor allem als ein medizinischer oder soziologischer Prozess wissenschaftlich untersucht wurde, aus einer diskurslinguistischen Perspektive betrachtet. Betont wird in diesem Prozess die Rolle der Sprache, die Bedeutungen konstruiert, Krankheitsbilder definiert und gesellschaftliche Normen beeinflusst. Zur Untersuchung sprachlicher Auseinandersetzungen im Medikalisierungsprozess wird das Konzept der „semantischen Kämpfe“ nach Felder angewandt. Der Beitrag entwickelt anhand dieses Konzeptes und des gesammelten Korpus eine Typologie dieser Kämpfe im Gesundheitsdiskurs. Sie umfasst vier Kategorien: Kämpfe um Schlüsselbegriffe, Definitionen, Teilbedeutungen und referenzielle Relationen. Anhand einiger Beispiele aus dem medizinischen Diskurs wird gezeigt, wie von den Diskursakteuren (z. B. Pharmaunternehmen) die semantischen Kämpfe geführt werden. Semantische Kämpfe werden hier als Ausdruck unterschiedlicher Interessen der Diskursakteure gesehen und dienen der Etablierung bestimmter Interpretationsmuster. Die hier beschriebene Typologie semantischer Kämpfe besitzt als eine analytische Matrix einen universellen Charakter. Sie bietet ein Werkzeug zur Untersuchung solcher Kämpfe in verschiedenen Diskursfeldern und ermöglicht eine kritische Reflexion über die sprachliche Konstruktion von Gesundheit und Krankheit. Im Beitrag werden auch bei der Darstellung einzelner Typen der semantischen Kämpfe metakommunikative Phrasen für ihre Identifizierung vorgeschlagen. In dem Beitrag wird betont, dass sprachliche Praktiken im Gesundheitsdiskurs zur Normalisierung bestimmter, aber andererseits zur Eliminierung anderer Sichtweisen beitragen.","en":"An increasing number of aspects of everyday life and various social phenomena are now being classified within medical categories and interpreted from a medical perspective. This article examines the process of medicalization, which has been primarily studied as a medical or sociological phenomenon so far, from a discourse-linguistic point of view. Particular emphasis is placed on the role of language in this process: language constructs meanings, defines disease concepts, and influences societal norms. To analyze linguistic conflicts within the medicalization process, the article applies Felder’s concept of „semantic struggles“. Based on this concept and the collected corpus, the article develops a typology of such struggles within health-related discourse. This typology comprises four categories: struggles over key terms, definitions, partial meanings, and referential relations. Using selected examples from medical discourse, the article illustrates how discourse actors (e.g., pharmaceutical companies) engage in these semantic battles. Semantic struggles are interpreted here as expressions of differing interests among discourse participants and serve to establish specific interpretive patterns. The typology presented is conceived as an analytical matrix with a universal character. It offers a tool for examining such struggles across various discursive fields and enables critical reflection on the linguistic construction of health and illness. The article also proposes metacommunicative phrases to help identify individual types of semantic struggles. It emphasizes that linguistic practices in health discourse contribute not only to the normalization of certain perspectives but also to the marginalization or elimination of others.","pl":""},"lastPage":246,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/14_maciejewski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Der Prozess der Medikalisierung – eine diskurslinguistische Perspektive","title_en":"The Process of Medicalization – A Discourse-Linguistic Perspective","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"4ffe3c32-071e-5bad-a275-da205d60ca1c","fields":{"slug":"/data/issues/29/15_maj-malinowska/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Barbara","lastName":"Maj-Malinowska","orcid":"0000-0001-7164-4485","affiliation":{"de":"Jan-Kochanowski-Universität Kielce","en":"Jan Kochanowski University","pl":"Uniwersytet Jana Kochanowskiego w Kielcach"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-15","id":null,"editors":null,"firstPage":247,"issue":29,"keywords":{"de":["Anredeformen im beruflichen Umfeld","koreanische Sprache","sprachliche Höflichkeit"],"en":["address forms in professional settings","Korean language","linguistic politeness"],"pl":["formy adresatywne w środowisku zawodowym","język koreański","grzeczność językowa"]},"item_abstracts":{"de":"Um das harmonische Funktionieren der Gesellschaft zu gewährleisten, basiert das Leben der Koreaner traditionell auf einer Hierarchie, die genau festlegt, welche Rolle jedes Mitglied der Gemeinschaft einnimmt. Die Stellung in der beruflichen Hierarchie hängt in erster Linie von der ausgeübten Position und der Dauer der Berufserfahrung ab und beeinflusst die Wahl bestimmter Anredeformen in der alltäglichen Kommunikation. Trotz der wachsenden Popularität der südkoreanischen Kultur in Polen – insbesondere durch auf Streaming-Plattformen verfügbare Fernsehserien – gibt es bislang nur wenige Studien zu den Höflichkeitspraktiken zeitgenössischer Koreaner im Bereich der verbalen Kommunikation. Das Hauptziel dieser Studie besteht in der Analyse von Anredeformen, die mit der beruflichen Funktion und Position von Koreanern verbunden sind. Das Forschungsmaterial bilden Äußerungen von Figuren aus der Netflix-Serie „Start-Up“ (2020). Analysiert werden sprachliche Wendungen, die in direkter Face-to- Face-Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Gesprächspartnern im Alltagsgespräch verwendet werden. Die exzerpierten Formen werden unter Berücksichtigung des situativen Kontexts untersucht, der den Hintergrund der Dialoge bildet und typische Elemente der koreanischen Kultur hervorhebt. Die Ergebnisse der Analyse, die das Verständnis der beruflich bedingten Anredeformen in den beschriebenen Kontexten erleichtern, können praktische Anwendung finden – als nützliche Informationsquelle für Personen, die eine Beschäftigung in Südkorea anstreben oder sich um eine Stelle in einem koreanischen Unternehmen in Polen bewerben.","en":"In order to ensure the harmonious functioning of society, Korean life has traditionally been based on a hierarchical system that precisely defines the role each member of the community plays. One’s position within the professional hierarchy depends mainly on occupational rank and years of service, which in turn influence the choice of address forms used in everyday communication. Despite the growing popularity of South Korean culture in Poland – particularly through streaming platforms offering Korean television dramas – the politeness practices of contemporary Koreans in verbal interaction are still a relatively understudied field. The main objective of this study is to analyze address forms related to the professional functions and positions of Koreans. The research material consists of characters’ utterances from the 2020 Netflix series „Start-Up“. The analysis focuses on expressions used in direct, face-to-face communication between two or more interlocutors in everyday spoken interactions. The extracted forms are examined in relation to the situational context, which provides the background for the characters’ dialogues and highlights the elements typical of Korean culture. The results of the analysis, which provide an insight into the functioning of work-related address forms in the contexts described, may have practical applications as a set of useful guidelines for individuals considering employment in South Korea or seeking positions in Korean companies operating in Poland.","pl":""},"lastPage":261,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/15_maj-malinowska.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Formy adresatywne w komunikacji zawodowej w Korei Południowej – analiza kontekstów użycia na przykładzie wypowiedzi bohaterów serialu „Start-Up“","title_en":"Address Forms in Professional Communication in South Korea – An Analysis of the Contexts of Use Based on the Dialogues of Characters in the Series „Start-Up“","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"d8c719ef-f951-5bbe-b31a-0757c8e96589","fields":{"slug":"/data/issues/29/16_mieder/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Wolfgang","lastName":"Mieder","orcid":"0000-0002-4002-5304","affiliation":{"de":"Universität von Vermont","en":"University of Vermont","pl":"Uniwersytet Vermontu"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-16","id":null,"editors":null,"firstPage":263,"issue":29,"keywords":{"de":["Anspielung","Anti-Sprichwort","Märchen","Folklore","Volkslied","Indirektion","Leitmotiv","Literatur","Liedtext","Metapher","Musik","Kinderreim","Poesie","Sprichwortlied","Songwriting","sprichwörtlicher Ausdruck","Lied","Taylor Swift"],"en":["allusion","anti-proverb","fairy tale","folklore","folksong","indirection","leitmotif","literature","lyrics","metaphor","music","nursery rhyme","poetry","proverb song","songwriting","proverbial expression","song","Taylor Swift"],"pl":["aluzja","antyprzysłowie","baśń","folklor","pieść ludowa","niebezpośredniość","motyw przewodni","literatura","tekst piosenki","metafora","muzyka","rymy dziecięce","poezja","piosenka z przysłowiami","pisanie piosenek","wyrażenie przysłowiowe","piosenka","Taylor Swift"]},"item_abstracts":{"de":"Taylor Swift (geb. 1989) ist ein international anerkannter Musik-Superstar, dessen Status als Songwriterin und Sängerin mit zwölf Alben in ihrer Diskografie in der Tat phänomenal ist. Sie ist zweifellos eine erstklassige Performerin sowohl auf der Bühne als auch in Videos und Filmen, die mehrere Instrumente spielt, ihre eigenen Songs komponiert und als bemerkenswerte Dichterin ihre eigenen Texte schreibt. Sicherlich treffen ihre Texte einen tiefen Nerv bei ihren jungen Fans, den sogenannten Swifties, aber sie berührt auch Zuhörer, Zuschauer und Leser (ihrer Texte) jeden Alters. Es stellt sich die Frage, warum sie bei Menschen auf der ganzen Welt einen so unglaublichen Erfolg hat, wie man an ihrer internationalen „The Eras“- Konzerttournee von 2023/24 sehen konnte. Dieser Artikel argumentiert, dass ihre Nahbarkeit zumindest teilweise auf ihre sprichwörtliche Sprache zurückzuführen ist, mit der sich jeder identifizieren kann. Ihre Texte sind reich an sprichwörtlichen Ausdrücken und Sprichwörtern, die oft sowohl musikalisch als auch textlich als Leitmotive auftreten. Tatsächlich gibt es nicht wenige Lieder mit sprichwörtlichen Titeln, die in den poetischen Strophen wiederholt werden. Wie sie selbst sagt, hat sie Freude daran, solche metaphorische Sprache zu verdrehen und ihre eigenen faszinierenden Anti-Sprichwörter zu kreieren. Darüber hinaus hat sie auch ihren ganz eigenen sentenziösen Stil, der aufgrund ihrer weltweit verbreiteten Musikkunst durchaus sprichwörtlich werden könnte. Ihre sprichwörtliche Sprache wird durch Anspielungen auf Märchen und Kinderreime bereichert, die ihr die Möglichkeit geben, indirekt über verschiedene Arten von Emotionen zu kommunizieren, von denen die Liebe die wichtigste ist. Sprichwörter und sprichwörtliche Redewendungen waren schon immer Teil der Musikszene, von der Oper über Country-Musik bis hin zu Popmusik aller Art, doch Taylor Swift ist eine Künstlerin par excellence, wenn es um das geht, was man als einzigartige und zeitlose Sprichwort-Songs bezeichnen könnte.","en":"Taylor Swift (born 1989) is an internationally acknowledged musical superstar whose songwriter/singer status with twelve albums to her credit is indeed phenomenal. She is without doubt a first-class performer on stage as well as in videos and films, who plays several instruments, composes her own songs, and writes her own lyrics as a remarkable poet. Certainly, her lyrics touch a deep nerve in her fandom of young, so-called Swifties, but she also touches listeners, viewers, and readers (of her texts) of all ages. The question arises why she has had such incredible success among people throughout the world, as could be witnessed in her international “The Eras” concert tour of 2023/24. This article argues that her relatability is at least in part due to her proverbial language with which everybody can identify. Her lyrics are replete with proverbial expressions and proverbs that often appear as leitmotifs both musically and textually. In fact, there are quite a few songs with proverbial titles that are repeated in the poetic stanzas. As stated by herself, she enjoys twisting such metaphorical language, creating her own fascinating anti-proverbs. In addition, she also has her very own sententious style that might well become proverbial due to her universally distributed musical art. Her proverbial language is enhanced by allusions to fairy tales and nursery rhymes that give her the opportunity to communicate indirectly about various types of emotions, of which love is the most important. Proverbs and proverbial phrases have always been part of the musical scene, from operas to country music and on to popular music of all types, but Taylor Swift is a quintessential artist in what might be called unique and lasting proverb songs.","pl":""},"lastPage":304,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/16_mieder.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Love’s a game, wanna play? The Proverbiality of Taylor Swift’s Lyrics","title_en":"Love’s a game, wanna play? Die Sprichworthaftigkeit von Taylor Swifts Songtexten","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"3a2810e4-99bc-53ad-943f-d09c51df663e","fields":{"slug":"/data/issues/29/17_miletic/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Nikolina","lastName":"Miletić","orcid":"0000-0002-3781-4820","affiliation":{"de":"Universität Zadar","en":"University of Zadar","pl":"Uniwersytet w Zadarze"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-17","id":null,"editors":null,"firstPage":305,"issue":29,"keywords":{"de":["Künstliche Intelligenz","App Sylby","DaF-Unterricht","Lernerautonomie"],"en":["artificial intelligence","Sylby app","teaching German as a foreign language","learner autonomy"],"pl":["sztuczna inteligencja","aplikacja Sylby","nauczanie języka niemieckiego jako obcego","autonomia ucznia"]},"item_abstracts":{"de":"In den letzten Jahrzehnten wurde der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Entwicklung verschiedener Apps massiv vorangetrieben, und ihre Produkte finden in nahezu allen Bereichen unseres Lebens Anwendung (vgl. Haristiani 2019: 1). Die rasante Entwicklung der Smartphone-Technologie, sozialer Medien und Künstlicher Intelligenz hat ebenfalls enorme Auswirkungen auf das Fremdsprachenlernen und den Fremdsprachenunterricht. Die Künstliche Intelligenz bietet Fremdsprachenlehrenden und -lernenden die Möglichkeit den Fremdsprachenunterricht und den Lernprozess zu strukturieren und zu steuern. Sie unterstützt Lernende bei der Erweiterung ihrer Sprachkenntnisse, der Förderung ihres kritischen Denkens, der Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten sowie bei der Teilnahme an Gruppendiskussionen (vgl. Gruber 2023: 157). Dabei ist es entscheidend, dass KI als unterstützendes Werkzeug für Lehrende und Lernende fungiert und deren Lehr- und Lernprozesse ergänzt. In diesem Beitrag werden innovative Möglichkeiten zur Nutzung der KI-gestützten App Sylby zur Förderung der Lernerautonomie im DaF-Unterricht eingehend untersucht. Das genannte Tool kommt im Rahmen des Studiums von Germanistikstudierenden an der Universität Zadar zum Einsatz und wird dort systematisch evaluiert. Die App Sylby dient als Ergänzung des Fachs Phonetik und Phonologie um die Ausspracheschulung zu intensivieren und die Lernerautonomie der Studierenden zu fördern. Zur Analyse der Auswirkungen auf den Fremdsprachenerwerb der Studierenden wurde eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber dem Einsatz der App als ergänzendes Material sowie eine erkennbare Verbesserung der Aussprache. Ein zentrales Problem war, dass die App Fehler in der Aussprache teils nicht erkannte und diese als korrekt anzeigte oder umgekehrt die richtige Aussprache nicht identifizierte und stattdessen Fehler meldete. Besonders positiv wurde die Benutzerfreundlichkeit hervorgehoben, da die Studierenden jederzeit und überall mit der App ihre Aussprache üben können. Abschließend wurden die Potenziale und Herausforderungen der Integration des Tools in den Fremdsprachenunterricht skizziert und aus fachdidaktischer Perspektive reflektiert.","en":"In recent decades, the use of artificial intelligence (AI) for the development of various apps has been massively advanced, and its products are now applied in almost all areas of our lives (cf. Haristiani 2019: 1). The rapid development of smartphone technology, social media, and artificial intelligence has also had a tremendous impact on foreign language learning and teaching. Artificial intelligence offers both teachers and learners of foreign languages the opportunity to structure and manage the teaching and learning processes. It supports learners in expanding their language skills, promoting critical thinking, developing problem-solving abilities, and participating in group discussions (cf. Gruber 2023: 157). It is crucial, however, that AI functions as a supportive tool for teachers and learners, complementing teaching and learning processes. This paper examines innovative ways of using the AI-based app Sylby to promote learner autonomy in the teaching of German as a foreign language. The tool is used within the German studies program at the University of Zadar, where it is being systematically evaluated. The Sylby app serves as a supplement to the class of phonetics and phonology, aiming to intensify pronunciation training and enhance students’ learner autonomy. To analyze the impact on students’ foreign language acquisition, a survey was conducted. The results revealed a generally positive attitude toward the use of the app as supplementary material, as well as a noticeable improvement in pronunciation. A major issue, however, was that the app sometimes failed to detect pronunciation errors and marked them as correct, or conversely, did not recognize correct pronunciation and reported errors instead. The user-friendliness of the app was highlighted as particularly positive, as students can practice their pronunciation anytime and anywhere. Finally, the potentials and challenges of integrating the tool into foreign language teaching are outlined and reflected upon from a didactic perspective.","pl":""},"lastPage":317,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/17_miletic.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Implementierung einer KI-gestützten Sprachlernsoftware in den Fremdsprachenunterricht","title_en":"Implementation of AI-Supported Language Learning Software in Foreign Language Education","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"93e21173-38f2-54ab-bc08-5716b18454e1","fields":{"slug":"/data/issues/29/18_muzikant/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Mojmír","lastName":"Muzikant","orcid":"0009-0000-4072-2459","affiliation":{"de":"Masaryk-Universität Brno","en":"Masaryk University","pl":"Uniwersytet Masaryka"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-18","id":null,"editors":null,"firstPage":319,"issue":29,"keywords":{"de":["deutsche Dialekte","Mähren und Schlesien","Numerus des Substantivs"],"en":["German dialects","Moravia and Silesia","number of nouns"],"pl":[]},"item_abstracts":{"de":"Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist die Untersuchung der morphologischen Kategorie Numerus in den deutschen Mundarten Mährens und Schlesiens anhand von fünf Substantiven mit unterschiedlicher Lautstruktur. Es handelt sich um die Substantive Pferd, Sohn, Stall, Tisch und Ziege, die verschiedene Pluralvariationen realisieren können. Dagegen stehen die im ADT (Bd. V 2020: 79–87) behandelten Substantive Prügel, Schlüssel, Tisch, Fisch und Hose, die wegen ihres morphematischen Aufbaus keine größeren Abwandlungen im Plural zulassen. Insgesamt wurden Pluralformen in 157 Ortschaften des Untersuchungsgebiets abgefragt. Die ermittelten Pluralvarianten weisen gegenüber der Standardsprache eine weitaus größere Variabilität auf. Durch die Verteilung der Pluralmarker unterscheiden sich sprachlich drei Teilgebiete in gewissem Maße voneinander, und zwar die Sprachinseln in Südmähren, der Schönhengst und Nordmähren. Der Schönhengst fällt auf durch die Konsonantensubtraktion (Wegfall des auslautenden Konsonanten im Plural) bei Pferd, durch den Gebrauch von Diphthongen bzw. Triphthongen ohne auslautenden Nasal bei Sohn sowie durch eine Monophthongierung der Diphthonge -ei-, -ai- in der Stammsilbe bei Tisch im Plural. Für die südmährischen Sprachinseln sind wiederum Besonderheiten auf lexikalischer Ebene typisch, und zwar der Gebrauch der Lexeme Ross statt Pferd und Kosa statt Ziege mit entsprechenden Pluralformen. In Nordmähren ist die häufigste Pluralvariante bei Pferd die Pluralendung -e, bei Tisch sind dort quantitative Veränderungen in der Stammsilbe (Kürzung oder Dehnung) ohne Pluralendung ziemlich häufig.","en":"In the present paper the author deals with the description of the morphological category of number on a sample of five selected nouns in German dialects of Moravia and Silesia. These are the nouns Pferd, Sohn, Stall, Tisch and Ziege, which allow for a variety of plural variations due to their morphemic structure. In contrast, the ADT (Vol. V 2020: 79–87) presents the nouns Prügel, Schlüssel, Tisch, Fisch and Hose, which, however, are not as rich in plural forms as the group of nouns discussed in this paper. The exploration was carried out in the form of questionnaires in a total of 157 locations in the dialect area under study. The plural forms found show much more variability compared to the standard language. The distribution of plural variants indicates a certain peculiarity of three sub-areas, namely the language islands in South Moravia, Schönhengst/Hřebečsko and North Moravia. The dialectal area of Schönhengst/Hřebečsko is characterised by, among other things, consonantal subtraction (dropping of the consonant at the end of the word in the plural) in the noun Pferd, the use of diphthongs or triphthongs without a nasal at the end of the word in the noun Sohn or monophthongisation of diphthongs -ei-, -ai- in the stem syllable of the noun Tisch in plural. The South Moravian language islands are characterised by some peculiarities in the lexical plane, namely the use of the lexemes Ross and Kosa instead of Pferd and Ziege in the respective plural forms. In North Moravia, the most frequent plural variant of the noun Pferd is the plural ending with -e, while in the case of the substantive Tisch, quantitative changes in the stem vowel (shortening or lengthening) without a plural ending are relatively frequent.","pl":""},"lastPage":331,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/18_muzikant.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Zur Nominalkategorie Numerus in den deutschen Mundarten Mährens und Schlesiens","title_en":"On the Nominal Category Number in the German Dialects of Moravia and Silesia","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"12bea64e-2333-5f3e-9dad-d49a05be4cc4","fields":{"slug":"/data/issues/29/19_nader-cioczek/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Monika","lastName":"Nader-Cioczek","orcid":"0000-0002-6559-1548","affiliation":{"de":"Maria-Curie-Skłodowska-Universität","en":"Maria Curie-Skłodowska University","pl":"Uniwersytet Marii Curie-Skłodowskiej"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-19","id":null,"editors":null,"firstPage":333,"issue":29,"keywords":{"de":["Blattdolmetschen","Aufgaben","Sprechen"],"en":["sight translation","exercises","speaking"],"pl":["tłumaczenie a vista","ćwiczenia","mówienie"]},"item_abstracts":{"de":"Blattdolmetschenart ist eine mündliche Übertragung eines geschriebenen Textes in eine andere Sprache. Diese Translationsart ist häufig von DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen benutzt (Błaszkowska 2012, Kubacki 2012, Płużyczka 2015, Żmudzki 2015). Die Ergebnisse der Umfrage zum Blattdolmetschen in Didaktik des Übersetzens und Dolmetschens beweisen demnach, dass das Vom-Blatt-Dolmetschen auch häufig von HochschullehrerInnen im Dolmetscher- und Übersetzertraining in Polen angewendet ist (Nader-Cioczek 2025a). Darüber hinaus ist es im Fremdsprachenunterricht an den polnischen Universitäten eingesetzt (Nader-Cioczek 2025b). Die Fachliteratur nimmt jedoch selten Aufgaben zur Entwicklung bestimmter Blattdolmetschenfähigkeiten und Kompetenzen in den Blick. Demzufolge versucht dieser Beitrag diese Lücke zu ergänzen indem er ausgewählte Beispiele der Aufgaben zur Produktion von gesprochenen Zieltexten im Blattdolmetschen anbietet, vor allem die Aufgaben, die in der Produktion eines Zieltextes in einer Fremdsprache bestehen. Die in dem Beitrag vorgeschlagenen Aufgaben basieren auf dem polnisch-englischem Sprachpaar, sie können aber mit jeder Fremdsprache verwendet werden. Sie stützen sich auf das Modell der Blattdolmetscherkompetenzen von Żmudzki (2015), dass durch das Modell der Translatorkompetenzen von Małgorzewicz (2012) ergänzt wurde. Die Aufgaben zu Blattdolmetschen sind aufgrund entsprechender Fertigkeiten gruppiert, die als Bausteine der Zieltextproduktionsfähigkeit im Rahmen des Dolmetschens gelten. Sie umfassen: Erstellung von einem Plan des Zieltextes, öffentliches Reden, Erstellung von verschiedenen Textsorten und Textproduktion zu bestimmten Themen, Erstellung von Kohärenz und Kohäsion im Zieltext sowie Aufmerksamkeitsteilung bei Multitasking. Der Großteil der Aufgaben wurde von DidaktikerInnen des Konsekutivdolmetschens und Simultandolmetschens vorgestellt und von der Autorin dieses Beitrags zwecks der Anpassung zu einem neuen Translationskontext und hinsichtlich der Blattdolmetschencharakteristik modifiziert.","en":"Sight translation as an oral rendition of the written source text into the target language is a type of translation widely used by translators and interpreters (Błaszkowska 2012, Kubacki 2012, Płużyczka 2015, Żmudzki 2015). The findings of a survey on sight translation in translator/interpreter training prove that it is also commonly applied by Polish university teachers in translator and interpreter training (Nader- Cioczek 2025a) as well as in foreign language teaching (Nader-Cioczek 2025b). However, there are only scarce sources which discuss particular exercises aimed at developing sight translation skills. This paper attempts to bridge this gap by providing examples of exercises with the use of sight translation, which were designed for the production of spoken target text, in particular, the production of the target text in a foreign language. Examples of exercises presented herein are based on the Polish-English language pair, yet they can be used with any other languages, too. The exercises were compiled according to Żmudzki’s (2015) model of sight translator’s competence complemented by Małgorzewicz’s (2012) model of translator’s competence. Sight translation exercises are grouped so as to develop the following sub-skills comprising the skill of spoken target text production. These include: planning a speech in the target language, public speaking, producing various text genres, producing texts on various topics, maintaining coherence and cohesion in the target text, as well as dividing attention. The majority of the exercises discussed in this paper were devised by consecutive and simultaneous interpreting trainers and only adapted by the author of the paper to suit the new translation context and to accommodate typical features of sight translation.","pl":""},"lastPage":347,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/19_nader-cioczek.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Produktion des gesprochenen Zieltextes – Beispiele für Blattdolmetschenaufgaben","title_en":"Production of Spoken Target Text – Examples of Exercises with the Use of Sight Translation","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"73807248-c457-5060-8462-6cc511adb22b","fields":{"slug":"/data/issues/29/20_owsinski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Piotr A.","lastName":"Owsiński","orcid":"0000-0001-7862-3345","affiliation":{"de":"Jagiellonen-Universität","en":"Jagiellonian University","pl":"Uniwersytet Jagielloński"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-20","id":null,"editors":null,"firstPage":349,"issue":29,"keywords":{"de":["Afrika","Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022","Propaganda","Desinformation","Manipulation","politische Sprache","russische Außenpolitik"],"en":["Africa","2022 Russian invasion of Ukraine","propaganda ","disinformation","manipulation","political language","Russian foreign policy"],"pl":["Afryka","rosyjska inwazja na Ukrainę od 2022 r.","propaganda","dezinformacja","manipulacja","język polityczny","rosyjska polityka zagraniczna"]},"item_abstracts":{"de":"Persuasive Kommunikation, Manipulation und Desinformation bilden zentrale Kategorien der politischen Sprache, insbesondere im Kontext militärischer Konflikte. Vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine im Jahr 2022 analysiert der vorliegende Beitrag die sprachlichen Strategien, die vom russischen Außenministerium zu propagandistischen Zwecken in den Beziehungen zu afrikanischen Staaten eingesetzt werden. Die Studie schließt eine Forschungslücke, da russische außenpolitische Propaganda gegenüber afrikanischen Drittländern bislang nur selten aus linguistischer Perspektive untersucht wurde. Ziel der Analyse ist es, die verwendeten sprachlichen Mittel der Legitimation, Erklärung und Rechtfertigung des Krieges zu identifizieren und ihre strukturellen Gemeinsamkeiten mit historischen Propagandadiskursen aufzuzeigen. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer qualitativen diskurslinguistischen Analyse offizieller Stellungnahmen russischer Staatsbeamter, die auf den Webseiten der russischen Botschaften in Berlin und Wien veröffentlicht wurden. Diese Texte werden kontrastiv mit dokumentierten sprachlichen Strategien der nationalsozialistischen Propaganda vor und während des Zweiten Weltkriegs verglichen. Die Ergebnisse belegen eine systematische Nutzung linguistischer Verfahren wie evaluativer Lexik, Metaphern, Dichotomisierung sowie narrativer Topoi. Abschließend wird festgestellt, dass traditionelle propagandistische Sprachmuster in aktualisierter Form weiterhin effektiv sind und zur Stabilisierung politischer Narrative beitragen. Die Analyse bietet Ansatzpunkte für kritische Diskurs- und Medienkompetenz.","en":" Persuasive communication, manipulation, and disinformation constitute central categories of political language, particularly in the context of military conflicts. Against the backdrop of Russia’s invasion of Ukraine in 2022, this article examines the linguistic strategies employed by the Russian Ministry of Foreign Affairs for propagandistic purposes in its relations with African states. The study addresses a research gap, as Russian foreign policy propaganda directed at African third countries has rarely been analyzed from a linguistic perspective. The aim of the analysis is to identify the linguistic means used to legitimize, explain, and justify the war and to reveal their structural similarities to historical propaganda discourses. Methodologically, the study is based on a qualitative discourse-linguistic analysis of official statements by Russian state officials published on the websites of the Russian embassies in Berlin and Vienna. These texts are compared contrastively with documented linguistic strategies characteristic of Nazi propaganda before and during the Second World War. The results demonstrate a systematic use of linguistic devices such as evaluative lexis, metaphorical framing, dichotomization, and narrative topoi. It is concluded that traditional propagandistic language patterns continue to function effectively in updated forms, contributing to the stabilization of political narratives. The findings offer practical insights for critical discourse analysis and the development of media literacy.","pl":""},"lastPage":367,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/20_owsinski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Sprachliche Propaganda- und Manipulationsstrategien im Kontext Afrikas während des russischen Konflikts mit der Ukraine und dem Westen (2022–2024) ","title_en":"Linguistic Propaganda and Manipulation Strategies in the Context of Africa during the Russian Conflict with Ukraine and the West (2022–2024)","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"9eb253fd-c908-5b56-bd0f-98940434f8ef","fields":{"slug":"/data/issues/29/21_sormaz/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Marija","lastName":"Perić Šormaz","orcid":"0000-0002-2316-6797","affiliation":{"de":"Universität Zadar","en":"University of Zadar","pl":"Uniwersytet w Zadarze"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-21","id":null,"editors":null,"firstPage":369,"issue":29,"keywords":{"de":["Wahlkampf-Rhetorik","Gesprächsanalyse","politischer Diskurs","zwischensprachliche Analyse"],"en":["election campaign rhetoric","conversation analysis","political discourse","cross-linguistic analysis"],"pl":["retoryka wyborcza","analiza konwersacyjna","dyskurs polityczny","analiza porównawcza"]},"item_abstracts":{"de":" Sprache kann Macht ausüben. Mit Sprache kann man unterschiedliche Meinungen erläutern, Emotionen ausdrücken und sogar manipulieren oder verletzen. Insbesondere ist die Sprache der Politik ein mächtiges Mittel, mit dem man andere von seiner Meinung überzeugen, Menschen manipulieren und seine Weltanschauung begründen kann. Diese Arbeit untersucht die Wahlkampf-Rhetorik in Deutschland, Kroatien und den USA. In diesem Beitrag wird die Gesprächsanalyse nach Bendel Larcher (2015) durchgeführt, mit dem Fokus auf folgenden Aspekten: (1) Stimme und Körper, (2) Prozessualität und Interaktivität, (3) Kontextbezug und Adressatenorientierung sowie (4) Selbst- und Fremdpositionierungen. Das Ziel dieser Arbeit ist, Unterschiede und Ähnlichkeiten im Deutschen, Kroatischen und Englischen am Beispiel der Wahlkampfdebatte darzustellen. Folgende Forschungsfragen werden beantwortet: Wie verhalten sich Politiker/innen in politischen Debatten in Bezug auf Stimme und Körper? Wie werden die Debatten gesteuert? Wie gehen Politiker/innen miteinander um? Wie positionieren sich Politiker/innen selbst und die anderen? Gibt es Unterschiede zwischen den Sprachen? Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede in der Kommunikation und im Verhalten der Politiker/innen. Geste werden am häufigsten in der kroatischen, Emotionsausdrücke in der englischen Debatte verwendet. Alle Debatten werden von Moderator/ innen gesteuert, jedoch kommt es in der deutschen und kroatischen Debatte häufig zu Unterbrechungen. Die Themen werden vorgegeben; die kroatischen Politiker nutzen jedoch ihr Rederecht, um zusätzliche Standpunkte einzubringen. Fragen und Themen werden meist direkt angesprochen, nur Trump weicht bei einigen Antworten aus. In der deutschen Debatte ist Ratifikation durch die Moderatorinnen häufig, während Widersprechen, Ab- und Aufwerten sowie Insistieren vor allem in der kroatischen und englischen Debatte vorkommen. Verbale Gewalt tritt in allen Debatten auf, Beleidigungen sind jedoch in der kroatischen Debatte besonders direkt und aggressiv.","en":"Language can exert power. Through language, one can explain different opinions, express emotions, and even manipulate or hurt others. Political language is a powerful means of persuasion, manipulation, and justification of one’s worldview. This paper examines election campaign rhetoric in Germany, Croatia, and the United States. The study applies conversation analysis according to Bendel Larcher (2015), focusing on the following aspects: (1) voice and body, (2) processuality and interactivity, (3) contextual reference and audience orientation, and (4) self- and other-positioning. The aim of this paper is to identify similarities and differences between German, Croatian, and English based on examples from televised election debates. The following research questions are addressed: How do politicians behave in debates with regard to voice and body? How are the debates moderated? How do politicians interact with one another? How do they position themselves and others? Are there any cross-linguistic differences? The analysis reveals considerable differences in communication and behavior among politicians. Gestures are used most frequently in the Croatian debate, while emotional expressions dominate in the English one. All debates are moderated, yet interruptions occur more often in the German and Croatian ones. The topics are predetermined; however, Croatian politicians tend to use their speaking time to introduce additional viewpoints. Questions and topics are mostly addressed directly, with the exception of Trump, who avoids answering some questions. In the German debate, moderators use affirmation more frequently, whereas disagreement, positive and negative evaluation, and insistence are more prominent in the Croatian and English debates. Verbal aggression appears in all debates, but insults in the Croatian one are notably more direct and aggressive.","pl":""},"lastPage":385,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/21_sormaz.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Wahlkampf-Rhetorik inmitten einer globalen Krise","title_en":"Election Campaign Rhetoric amid a Global Crisis","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"ed38f21d-e558-5b9d-b745-32b27ee3693b","fields":{"slug":"/data/issues/29/22_rexhepi/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Sadije","lastName":"Rexhepi","orcid":"0000-0003-0478-7560","affiliation":{"de":"Universität Prishtina","en":"University of Pristina","pl":"Uniwersytet w Prisztinie"}},{"firstName":"Caglayan","lastName":"Karaoğlu","orcid":"0000-0003-4010-9134","affiliation":{"de":"Trakya Universität","en":"Trakya University","pl":"Uniwersytet Trakya"}},{"firstName":"Milote","lastName":"Sadiku","orcid":"0000-0001-5910-2974","affiliation":{"de":"Universität Prishtina","en":"University of Pristina","pl":"Uniwersytet w Prisztinie"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-22","id":null,"editors":null,"firstPage":387,"issue":29,"keywords":{"de":["Werbeanzeige","DaF-Unterricht","Phraseologismen,","Sprache"],"en":["advertisement","German as a foreign language","idioms","language"],"pl":["ogłoszenie reklamowe","nauczanie języka niemieckiego jako obcego","frazeologizmy","język"]},"item_abstracts":{"de":"Werbung ist ein fester Bestandteil der Alltagskultur, da sie aktuelle Trends aufgreift, gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt und kulturell geprägt ist. Für den DaF-Unterricht bietet die Analyse von Werbeanzeigen ein hohes didaktisches Potenzial, da Lernende nicht nur sprachliche Mittel der Persuasion und Manipulation kritisch reflektieren, sondern auch Einblicke in kulturelle Prägungen und sprachliche Gestaltungsmittel gewinnen. Eine besondere Rolle nehmen Phraseologismen ein: Sie erscheinen in Werbeanzeigen sehr häufig, erzeugen Aufmerksamkeit, wecken Emotionen und aktivieren kulturelle Bezüge. Als zentrale Bestandteile jeder Sprache tragen sie wesentlich zur Entwicklung kommunikativer Kompetenz bei. Der vorliegende Beitrag untersucht den Einsatz von Phraseologismen in Werbeanzeigen im deutsch– albanisch–türkischen Kontext und analysiert deren didaktische Relevanz für den DaF-Unterricht. Die Untersuchung basiert auf einem Workshop mit albanischen und türkischen Deutschstudierenden, in dem Werbeanzeigen aus verschiedenen Branchen systematisch ausgewählt und kontrastiv analysiert wurden. Die Analyse konzentriert sich auf Textsegmente, die mindestens einen Phraseologismus enthalten, und erfasst deren Vorkommen, Funktionen sowie mögliche Äquivalente in den drei Sprachen. Die Ergebnisse zeigen, dass Phraseologismen in Werbeanzeigen nicht nur persuasive und aufmerksamkeitssteuernde Funktionen erfüllen, sondern zugleich kulturell geprägte Bedeutungen transportieren. Der Vergleich offenbart sowohl sprachlich-kulturelle Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede, die das Verständnis der Lernenden beeinflussen können. Damit erweist sich die Arbeit mit authentischen Werbeanzeigen als wirkungsvolles Instrument zur Förderung sprachlicher Sensibilität, des interkulturellen Lernens und analytischer Kompetenzen im DaF-Unterricht.","en":"Advertising is an integral part of everyday culture, as it draws upon current trends, reflects social developments and is subject to cultural influences. In the context of teaching German as a foreign language, the analysis of advertising texts has been shown to possess considerable didactic potential. This is because it encourages learners to engage in critical reflection on linguistic means of persuasion and manipulation. Furthermore, it provides them with insights into cultural influences and linguistic design elements. Idioms play a special role in this regard. They appear in advertisements frequently, attract attention, arouse emotions and activate cultural references. As fundamental elements of all languages, they play a pivotal role in the development of communicative competence. The present article examines the use of idioms in advertisements in a German-Albanian-Turkish context and analyses their didactic relevance for teaching German as a foreign language. The study is grounded in a workshop conducted with Albanian and Turkish students of German, in which advertisements from various industries were systematically selected and analysed contrastively. The analysis focuses on text segments that contain at least one idiom and records their occurrence, function and possible equivalents in the three languages. The findings indicate that idioms employed in advertising texts serve a dual function: to persuade and to capture attention. Moreover, these idioms often convey meanings that are influenced by cultural factors. The comparison reveals both linguistic and cultural similarities and differences that can influence learners’ understanding. The utilisation of authentic advertisements in the context of German as a foreign language instruction has been demonstrated to be an efficacious medium for fostering linguistic sensitivity, intercultural competence and analytical skills.","pl":""},"lastPage":403,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/22_rexhepi.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Werbeanzeigen als kulturelle und sprachliche Träger im DaF-Unterricht. Phraseologismen im deutsch-albanisch-türkischen Vergleich","title_en":"Advertising as a Cultural and Linguistic Medium in German as a Foreign Language Teaching. Idioms in a German-Albanian-Turkish Comparison","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"ccb513e7-3654-5978-b133-8107c573ee66","fields":{"slug":"/data/issues/29/23_wolf/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Norbert Richard","lastName":"Wolf","orcid":"0000-0003-1272-9897","affiliation":{"de":"Julius-Maximilians-Universität","en":"University of Würzburg","pl":"Uniwersytet w Würzburgu"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-23","id":null,"editors":null,"firstPage":405,"issue":29,"keywords":{"de":["Kultur","Kulturwissenschaft","sprachliche Bedeutungen","Text in der Situation"],"en":["culture","cultural studies","linguistic meanings","text in co-situation"],"pl":["kultura","kulturoznawstwo","znaczenia językowe","tekst w konsytuacji"]},"item_abstracts":{"de":"Ziel der nachfolgenden Ausführungen ist es, eine Antwort auf die Konferenzfrage „Quo vadis, germanistischen Linguistik?“ zu geben. Es geht darum, die Sprachwissenschaft auch wieder als eine Philologie, d. h. als eine Wissenschaft, die vorwiegend induktiv vorgeht, zu etablieren. Deshalb geht der Artikel nicht von vorgefundenen und schon lenkst definierten Begriffen aus, sondern von authentischen Äußerungen, also von realen Texten, die nicht nur zur Beantwortung der zentralen Frage formuliert worden sind. Anhand von zwei Textstellen wird die Frage gestellt, was unter dem Begriff „Kultur“ zu verstehen ist und wie sich dies in diesen beiden Ausgangstexten äußert. Der erste Text ist das Drama „Schlageter“ des NS-Autors Hanns Johst, das 1933 erschienen ist; als zweiter Text dient eine Passage aus einer politischen Rede des AfD-Politikers Alexander Gauland. Der erste Text versteht unter Kultur die sogenannte Hochkultur, der der als deutsch ausgegebene Begriff des Kampfes entgegengestellt wird. Gauland verwendet mehrere Bedeutungen des Begriffs Kultur, um auf unterschiedliche Weise gegen eine türkischstämmige Politikerin polemisieren zu können. Es zeigt sich von Anfang an, dass die Sprachwissenschaft vor allem die Inhaltsseite sprachlicher Zeichen zum Gegenstand machen muss, dass es dafür aber immer des Kontextes und der Konsituation bedarf. Wenn nur mit der formalen Seite der Sprache argumentiert wird, kommt es notgedrungen zu Fehlurteilen; dies wird anhand eines Gerichtsurteils über einen österreichischen Politiker dargelegt. Zum Abschluss werden sechs methodologische Postulate, die sich aus der Betrachtung der Sprachwissenschaft als einer Kulturwissenschaft ergeben, formuliert.","en":"The aim of the following remarks is to provide an answer to the conference question “Quo vadis, German linguistics?” The point is to reestablish linguistics as a philology, i.e., as a science that proceeds primarily inductively. For this reason, the article does not start from pre-existing and already defined concepts, but from authentic statements, i.e., real texts that were not formulated solely for the purpose of answering the central question. Based on two passages, the question is asked what is meant by the term “culture” and how this is expressed in these two source texts. The first text is the drama “Schlageter” by the Nazi author Hanns Johst, which was published in 1933; the second text is a passage from a political speech by the AfD politician Alexander Gauland. The first text understands culture as so-called high culture, which is contrasted with the concept of struggle, presented as a fundamental German attitude. Gauland uses several meanings of the term culture in order to polemicize against a politician of Turkish origin in different ways. It becomes clear from the outset that linguistics must focus primarily on the content of linguistic signs, but that always requires context and co-situation. If arguments are based solely on the formal aspect of language, misjudgments are inevitable; this is illustrated by a court decision on an Austrian politician. Finally, six methodological postulates are formulated that result from the consideration of linguistics as a cultural science.","pl":""},"lastPage":416,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/23_wolf.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Sprache als Kulturgut: Methodische Konsequenzen und Notwendigkeiten der Forschung","title_en":"Language as a Cultural Asset: Methodological Consequences and Research Requirements","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"acc03cba-942e-5cfa-92fd-cb88b0f6075f","fields":{"slug":"/data/issues/29/24_wowro/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Iwona","lastName":"Wowro","orcid":"0000-0002-5377-9674","affiliation":{"de":"Schlesische Universität","en":"University of Silesia in Katowice","pl":"Uniwersytet Śląski w Katowicach"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-24","id":null,"editors":null,"firstPage":417,"issue":29,"keywords":{"de":["Anmache","Sprachspielmechanismen","Flirt","Humor","Ambiguität"],"en":["mechanisms of language play","flirtation","humor","ambiguity"],"pl":["podryw","mechanizm gry językowej","flirt","humor","dwuznaczność"]},"item_abstracts":{"de":"Ziel dieses Artikels ist es, das Konzept des „Spiels“ im erweiterten Sinne als Form sozialer Interaktion zu untersuchen und auf den Bereich von Flirt, Verführung und Anbaggern zu übertragen. Im Fokus steht dabei die Sprache dieser Interaktionsform, ihre charakteristischen Merkmale sowie die darin wirksamen sprachspielerischen Mechanismen. Besonders betrachtet werden die rhetorischen und semantischen Strategien, die das kommunikative Spiel zwischen Ernst und Ironie, Nähe und Distanz sowie Offenheit und Maskierung gestalten. Anhand eines ausgewählten Korpus typischer Flirt- und Anmachsprüche werden sprachliche Mittel wie Wortspiele, Hyperbeln, Paradoxien, Wiederholungen, Ambiguitäten und konventionalisierte Redewendungen analysiert. Diese Phänomene dienen nicht nur der humoristischen Auflockerung, sondern auch der Erprobung sozialer Grenzen und der Etablierung asymmetrischer Rollen innerhalb der Interaktion. Die Analyse zeigt, dass viele dieser Äußerungen durch Wortwitz, kreative Sprachverwendung und spielerische Brechung konventioneller Kommunikationsnormen geprägt sind. Humor entsteht häufig durch die Kombination von Erwartungsbruch, Übertreibung und Mehrdeutigkeit. So kann ein Flirtspruch zugleich als Kompliment und als ironische Selbstinszenierung gelesen werden. Zugleich offenbart sich in diesen Formen eine ambivalente Funktion: Was einerseits als charmantes Spiel mit Sprache und sozialen Codes wirken mag, kann andererseits als platt, aufdringlich oder sogar beleidigend wahrgenommen werden. Der Artikel verfolgt das Ziel, diese Mechanismen der sprachlichen Ambivalenz offenzulegen und zu zeigen, wie Humor, Kreativität und soziale Grenzüberschreitung im sprachlichen Spiel der Anmache miteinander verwoben und gegenseitig bedingt sind.","en":"The aim of this article is to examine the concept of „play“ in a broad sense as a form of social interaction and to apply it to the realm of flirting, seduction, and pick-up lines. The focus is on the language of this form of interaction, its characteristic features, and the playful linguistic mechanisms at work. Special attention is given to the rhetorical and semantic strategies that structure the communicative play between seriousness and irony, closeness and distance, openness and concealment. Based on a selected corpus of typical flirt and pick-up lines, linguistic devices such as wordplay, hyperbole, paradox, repetition, ambiguity, and conventionalized expressions are analyzed. These phenomena serve not only to create humor but also to test social boundaries and establish asymmetric roles within the interaction. The analysis shows that many of these utterances are characterized by wordplay, creative use of language, and playful breaking of conventional communication norms. Humor often arises from the combination of expectation violation, exaggeration, and ambiguity. A single flirt line can simultaneously be understood as a compliment and an ironic self-presentation. At the same time, these forms reveal an ambivalent function: what may appear as a charming game with language and social codes can also be perceived as crude, intrusive, or even offensive. The article thus aims to uncover the mechanisms behind this linguistic ambivalence and to show how humor, creativity, and social boundary-crossing are interwoven and mutually dependent in the linguistic play of flirtation.","pl":""},"lastPage":436,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/24_wowro.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Sprache der Anmache! Sprachspielerische Mechanismen der Anmachsprüche","title_en":"Language of Pickup Lines: Wordplay and Wit in Flirtation","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"6b42ba3e-06ff-5160-97bc-5b0bed700e4e","fields":{"slug":"/data/issues/29/25_adamski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Rafał","lastName":"Adamski","orcid":"0009-0008-5777-1363","affiliation":{"de":"Schlesische Universität","en":"University of Silesia in Katowice","pl":"Uniwersytet Śląski w Katowicach"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-25","id":null,"editors":null,"firstPage":439,"issue":29,"keywords":{"de":["Lied","Depression","Semiotik","Emotionen"],"en":["song","depression","semiotics","emotions"],"pl":["piosenka","depresja","semiotyka","emocje"]},"item_abstracts":{"de":"Das Lied „Zatańczę z Aniołami“ von Doda ist ein Beispiel für eine künstlerische Darstellung der Erfahrung von Depression – einer Krankheit, die sich auf den geistigen und seelischen Bereich des Menschen auswirkt, aber für seine Umgebung oft unsichtbar bleibt. Die Analyse des Liedes erfolgt aus der multimodalen Perspektive, die den Text, die Musik und die visuelle Ebene (das Musikvideo auf YouTube) mit einbezieht. Die Studie zielt darauf ab zu zeigen, wie diese drei Komponenten gemeinsam eine kohärente semantische Struktur schaffen, die die Erfahrung der Depression darstellt. Die Analyse basiert auf den Grundlagen der Semiotik, der Diskursanalyse von Emotionen und der Theorie der Multimodalität und Lieder. Ziel des Beitrags ist es, das Lied „Zatańczę z Aniołami“ von Doda aus der linguistischen und multimodalen Perspektive zu analysieren, wobei sowohl die textliche als auch die visuelle und musikalische Ebene berücksichtigt werden. Anhand eines semiotischen Ansatzes und der Analyse des Emotionsdiskurses wird gezeigt, wie Wort, Bild und Ton gemeinsam eine kohärente symbolische Botschaft schaffen. Die Studie soll auch zeigen, wie ein Musikstück und sein Text zusammen mit einem Musikvideo als Träger psychologischer und emotionaler Bedeutung durch die integrierte Wirkung von Wort, Bild und Ton fungieren können. Darüber hinaus leistet die Analyse einen Beitrag zur Erforschung populärer Musik als Medium der gesellschaftlichen Thematisierung psychischer Erkrankungen. Das Lied fungiert nicht nur als individuelles künstlerisches Ausdrucksmittel, sondern auch als Teil eines breiteren kulturellen Diskurses über Degression, Leid und Heilung, die mit Metaphern gezeigt werden.","en":"The song „Zatańczę z Aniołami“ by Doda is an example of an artistic representation of the experience of depression – an illness that affects the mental and emotional state of a person but often remains invisible to those around them. The song will be analysed from a multimodal perspective, considering the lyrics, the music and the visual level (the music video on YouTube). The study aims to understand how these three components together create a coherent semantic structure that represents the experience of depression. The analysis is based on the fundamentals of semiotics, discourse analysis of emotions, and the theory of multimodality and songs. The aim of this paper is to analyse Doda’s song „Zatańczę z Aniołami“ from a linguistic and multimodal perspective, taking into account the textual, visual and musical levels. Using a semiotic approach and the analysis of emotional discourse, it shows how words, images and sound together create a coherent symbolic message. The study also aims to show how a piece of music and its lyrics, together with a music video, can function as a vehicle for psychological and emotional meaning through the integrated effect of words, images and sound. The analysis also contributes to research into popular music as a medium for addressing mental illness in society. The song functions not only as a means of individual artistic expression, but also as part of a broader cultural discourse on decline, suffering and healing, which are illustrated through metaphors.","pl":""},"lastPage":453,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/25_adamski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Depression als Thema in der Popmusik anhand der Analyse des Liedtextes und des Musikvideos „Zatańczę z Aniołami“ von Doda","title_en":"Depression as a Theme in Pop Music Based on an Analysis of the Lyrics and Music Video “Zatańczę z Aniołami” by Doda","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"1da9c5bc-4720-5d90-8f3c-9a6b00e37f74","fields":{"slug":"/data/issues/29/26_balut/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Przemysław","lastName":"Bałut","orcid":"0009-0009-0848-1770","affiliation":{"de":"Schlesische Universität","en":"University of Silesia in Katowice","pl":"Uniwersytet Śląski w Katowicach"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-26","id":null,"editors":null,"firstPage":455,"issue":29,"keywords":{"de":["Geschlechterstereotype","Männlichkeit","Internet-Memes","polnische digitale Kultur"],"en":["gender stereotypes","masculinity","Internet memes","Polish digital culture"],"pl":["stereotypy dotyczące płci","męskość","memy internetowe","polska kultura digitalna"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag untersucht die Darstellung männlicher Stereotype in polnischen Internet-Memes und ihre Rolle in der digitalen Kultur. Der Anlass für die Entstehung des Beitrags ist die Tatsache, dass stereotype Vorstellungen über Männer weiterhin in traditionellen und digitalen Medien präsent sind und durch neue Formen der Online-Kommunikation verstärkt werden. Ziel der Untersuchung ist es, wiederkehrende Muster der Darstellung von Männern zu identifizieren, die humoristische Überzeichnung dieser Darstellungen zu analysieren sowie die Funktion von Memes im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen an Männer zu untersuchen. Für die Analyse wurde ein Korpus von rund 40 Memes aus den beliebtesten polnischen Internetseiten und sozialen Plattformen herangezogen, wobei der Fokus auf typischen männlichen Rollenstereotypen lag, wie Belastbarkeit im Krankheitsfall, Effizienz, emotionale Kontrolle („Jungs weinen nicht“), häusliche Fähigkeiten, pragmatischer Umgang mit persönlicher Hygiene sowie alltägliche Routinen. Die Ergebnisse zeigen, dass polnische Internet-Memes stereotype Vorstellungen von Männlichkeit humoristisch überzeichnen und gleichzeitig normative Erwartungen an Männer festigen. Der Humor entsteht vor allem durch Übertreibung, Kontraste zwischen idealisiertem und alltäglichem Verhalten sowie durch ironische Darstellung männlicher Schwächen. Gleichzeitig ermöglichen die Memes eine subtile Reflexion über gesellschaftliche Erwartungen und fungieren als Medium, in dem Humor und visuelle Elemente soziale Normen sichtbar machen. Die Untersuchung verdeutlicht, dass Internet-Memes nicht nur Unterhaltungsmedien sind, sondern auch die Wahrnehmung von Geschlechterrollen beeinflussen und zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Normen beitragen. Der praktische Nutzen liegt in der Einsicht in Mechanismen, durch die Geschlechterstereotype online verbreitet und stabilisiert werden, was Bildung und Gleichstellungsarbeit unterstützen kann.","en":"This article explores the representation of male stereotypes in Polish Internet memes and their role in digital culture. The analysis was conducted due to the persistence of traditional and online stereotypes about men, which continue to shape social expectations and everyday perceptions. The study aims to identify recurring patterns in the depiction of men, examine how these stereotypes are humorously exaggerated, and explore the ways memes reflect societal norms regarding masculinity. A corpus of approximately 40 memes was analyzed, selected from the most popular Polish websites and social media platforms. Only memes portraying male figures or themes related to masculinity were considered. The analysis focused on recurring motifs, such as men exaggerating illness, changes before and after marriage, domestic ineptitude, pragmatic approaches to hygiene, gendered thinking, emotional restraint („boys don’t cry“), and efficiency in daily routines. The findings indicate that Polish Internet memes humorously amplify stereotypical notions of masculinity while simultaneously reinforcing normative expectations. Humor arises through exaggeration, contrasts between idealized and everyday male behavior, and ironic portrayals of stereotypical male traits. Memes serve not only as entertainment but also as tools to make social norms visible, offering subtle commentary on gender roles and societal expectations. This study demonstrates that Internet memes play a significant role in shaping perceptions of masculinity, maintaining traditional stereotypes, and contributing to the online dissemination of cultural norms. Understanding these mechanisms can support educational initiatives and efforts toward greater gender equality in digital spaces.","pl":""},"lastPage":472,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/26_balut.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Das Stereotyp des Mannes in polnischen Internet-Memes","title_en":"The Stereotype of Men in Polish Internet Memes","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"0e706e9f-f553-5d49-bd0b-a13b0d411983","fields":{"slug":"/data/issues/29/27_kinalska/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Ewelina","lastName":"Kinalska","orcid":"0000-0002-9708-0793","affiliation":{"de":"Universität Warschau","en":"University of Warsaw","pl":"Uniwersytet Warszawski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-27","id":null,"editors":null,"firstPage":473,"issue":29,"keywords":{"de":["affektives Storytelling","Motivation","Autonomie","Sprachfähigkeit"],"en":["affective storytelling","motivation","autonomy","speaking skills"],"pl":["afektywny storytelling","motywacja","autonomia","umiejętności mówienia"]},"item_abstracts":{"de":"Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Einfluss der Lernerautonomie auf die Motivation zur Entwicklung der Sprechfertigkeit im Fremdsprachenunterricht. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, wie narrative und emotionale Elemente im Rahmen des affektiven Storytellings dazu beitragen können, die Aktivität der Lernenden zu steigern und ihre kommunikativen Kompetenzen zu fördern. Storytelling wird dabei als eine Methode verstanden, die Inhalte in Form von Geschichten vermittelt und so Neugier, Spannung und Interesse erzeugt. Die Variante des affektiven Storytellings integriert zusätzlich emotionale Dimensionen, welche Motivation und Engagement verstärken. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen Autonomie und Motivation: Durch die Möglichkeit, über den Fortgang der Erzählung mitzuentscheiden, erfahren die Lernenden ein gesteigertes Gefühl von Selbstwirksamkeit. Dieses Element wird mit klaren didaktischen Rahmenbedingungen kombiniert, um sowohl selbstständige als auch weniger selbstständige Studierende anzusprechen. Die Untersuchung wurde mit einer kleinen Gruppe von Germanistikstudierenden durchgeführt, die an vier storytelling-basierten Unterrichtseinheiten teilnahmen. Erfasst wurden ihre Erfahrungen mithilfe von Umfragen, Interviews und Beobachtungen. Die Ergebnisse zeigen, dass affektives Storytelling positive Auswirkungen auf Motivation, Sprachpraxis und Interaktion hat, zugleich aber von individuellen Dispositionen und der Rolle der Lehrkraft abhängt. Im Aufbau des Artikels wird zunächst die Untersuchungsstichprobe beschrieben, ebenso wie die Organisation und der Ablauf der Studie. Danach folgt eine Darstellung der Beobachtungen, die sowohl die Untersuchung selbst als auch ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen umfasst. In weiterer Folge werden die Auswertung der Interviews und Fragebögen erläutert und die daraus abgeleiteten allgemeinen Schlussfolgerungen dargestellt. Anschließend werden didaktische Empfehlungen formuliert, bevor am Ende offene Forschungsprobleme sowie Perspektiven für zukünftige Studien aufgezeigt werden.","en":"This article examines the impact of learner autonomy on motivation in the development of speaking skills in foreign language education. The study aims to investigate how narrative and emotional elements, appliedthrough affective storytelling, can foster learner engagement and enhance communicative competence. Storytelling is understood here as a method of presenting content through stories that evoke curiosity, suspense, and interest. The affective variant further incorporates emotional dimensions, which strengthen both motivation and engagement. Special attention is given to the relationship between autonomy and motivation: when learners are given the opportunity to influence the course of a story, they experience a stronger sense of self-efficacy. This approach is combined with clear didactic frameworks designed to address the needs of both more autonomous and less autonomous students. The research was carried out with a small group of German studies students who took part in four storytelling-based lessons. Their experiences were documented through surveys, interviews, and classroom observations. The findings suggest that affective storytelling positively influences motivation, language practice, and interaction, while also being shaped by individual learner dispositions and the role of the teacher. The article is structured as follows: first, the research sample, organization, and procedure are described. This is followed by an account of the observations, covering the study itself as well as its results and conclusions. The analysis of the interviews and questionnaires is then presented, from which broader conclusions are drawn. Finally, the article offers didactic recommendations and outlines open research questions alongside perspectives for future studies.","pl":""},"lastPage":488,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/27_kinalska.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Der Einfluss der Lernerautonomie auf die Motivation zur Entwicklung der Sprechfertigkeit in einer Fremdsprache. Am Beispiel des Deutschunterrichts mit dem Einsatz von affektivem Storytelling für polnische Lernende im frühen Erwachsenenalter – ein Bericht aus eigenen Untersuchungen","title_en":"Influence of Learner Autonomy on the Motivation to Develop Speaking Skills in a Foreign Language. Using the Example of German Lessons with Affective Storytelling for Polish Learners in Early Adulthood – A Report from Own Research","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"76d96d8a-48b2-5877-b97f-3a25d362abab","fields":{"slug":"/data/issues/29/28_klejnowska/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Maria","lastName":"Klejnowska","orcid":"0000-0002-7084-0350","affiliation":{"de":"Adam-Mickiewicz-Universität Poznań","en":"Adam Mickiewicz University","pl":"Uniwersytet im. Adama Mickiewicza"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-28","id":null,"editors":null,"firstPage":489,"issue":29,"keywords":{"de":["historische Linguistik","Mittelalter","Sprachkontakt","Mittelnorwegisch"],"en":["historical linguistics","Middle Ages","language contact","Middle Norwegian"],"pl":["lingwistyka historyczna","Średniowiecze","kontakt językowy","średnionorweski"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag befasst sich mit der Problematik der Arbeit mit Textmaterial aus der mittelnorwegischen Periode (1350–1550), das in Norwegen geschrieben wurde. Schwierigkeiten resultieren hauptsächlich aus dem Sprachkontakt mit anderen skandinavischen Ländern im Mittelalter. Diese Periode war geprägt von starkem Sprachwandel, und ziemlich viele Originalmanuskripte sind bis heute erhalten geblieben, was es uns ermöglicht, die mittelalterliche Schriftsprache zu erkunden. Das Wissen um den historischen Hintergrund ist in diesem Fall notwendig, wenn man eine diachrone Studie über die mittelnorwegische Sprache durchführt, da die externe Sprachgeschichte beim Sprachwandel eine bedeutende Rolle spielen konnte. Im Text wird das Sprachmaterial vorgestellt. Das größte Problem besteht darin, dass man nur selten mit Sicherheit sagen kann, dass ein bestimmtes Manuskript, das zwischen 1350 und 1550 geschrieben wurde, eindeutig norwegisch ist. Viele Spuren der ostskandinavischen Sprachen sind im Mittelnorwegischen zu finden, und Beispiele dafür werden in diesem Artikel präsentiert. Drei Studien, die von norwegischen Linguisten durchgeführt wurden, werden vorgestellt, um ein Beispiel für eine Lösung zu zeigen, wie man mit dem mittelnorwegischen Sprachmaterial umgehen kann. Der Artikel unterstreicht, dass der Begriff „die mittelnorwegische Sprache erforschen“ ganz weit von der Wahrheit entfernt ist, und erwähnt einer Reihe von Forschern, die für ihre Arbeit in der mittelnorwegischen Periode und im entsprechenden Textmaterial bekannt sind.","en":"The aim of this article is to introduce one of the main difficulties encountered when working with text material written during the Middle Norwegian period (1350–1550) in Norway, difficulties primarily resulting from language contact with other Scandinavian countries during the Middle Ages. This particular period was characterized by language change and a considerable number of original manuscripts have survived to our times, allowing us to explore the written language of medieval times. Understanding the historical background is necessary when conducting a diachronic study on Middle Norwegian, as external language history plays a significant role in certain linguistic changes. In the text, the language material is presented. The primary challenge is that we can rarely definitely determine that a given manuscript written between 1350 and 1550 is definitely in Norwegian. A lot of traces from Eastern Scandinavian languages can be found, and examples of them are given in this article. Three research papers, written by Norwegian linguists, are presented in an attempt to show an example of a solution to how to work with Middle Norwegian language material. The article underlines that the phrase „to research the Middle Norwegian language“ is most likely far from the truth and promotes the approach of a number of researchers, famous for their work on the Middle Norwegian period and text material.","pl":""},"lastPage":499,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/28_klejnowska.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Jak znaleźć norweski w norweskim? Problemy w doborze źródeł do badań językowych w okresie średnionorweskim (1350–1550)","title_en":"How to Find Norwegian in Norwegian? Problems in the Selection of Sources for Linguistic Research from the Middle Norwegian Period (1350–1550)","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"3bdf5fe6-4a69-5aef-b837-7ff8ccb57815","fields":{"slug":"/data/issues/29/29_golebiowski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Adam","lastName":"Gołębiowski","orcid":"0000-0003-2784-3705","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-29","id":null,"editors":null,"firstPage":503,"issue":29,"keywords":{"de":["Sprachliche Zweifelsfälle","Sprachkompetenz","Standardsprache"],"en":["linguistic cases of doubt","linguistic competence","standard language"],"pl":["przypadki niepewności językowej","kompetencja językowa","język standardowy"]},"item_abstracts":{"de":"Im vorliegenden Rezensionsbeitrag wird das Buch von Renata Szczepaniak „Sprachliche Zweifelsfälle. Definition, Betrachtungsdimensionen und Erforschung“ besprochen. Die 240 Seiten umfassende Monographie ist eine Einleitung in Erforschung sprachlicher Zweifelsfälle im Deutschen und ist in erster Linie als Grundlage für universitäre Lehrveranstaltungen zu diesem Thema konzipiert. Nach Anführung von einigen Beispielen sprachlicher Zweifelsfälle wird im einleitenden Teil des vorliegenden Beitrags der Terminus sprachlicher Zweifelsfall definiert. Es wird dabei auf die besondere Rolle der Begriffe „Standardsprache“ und „Sprachkompetenz“ in diesem Zusammenhang aufmerksam gemacht. Dann wird die Erforschung sprachlicher Zweifelsfälle in den letzten Jahrzenten sehr kurz dargestellt. Im weiteren Teil des vorliegenden Rezensionsbeitrag wird auf den Inhalt des zu besprechenden Buches eingegangen. Das erste Kapitel leitet in das Thema durch Bezug auf mögliche Alltagssituationen ein, in denen man sprachlichen Zweifelsfällen begegnen kann. In diesem Kapitel werden auch das Ziel der Arbeit ihren Aufbau vorgestellt. Im 2. Kapitel wird die Beziehung zwischen sprachlichen Zweifelsfällen und sprachlicher Kompetenz besprochen. Diskutiert werden die Begriffe sprachliche Zweifelsfälle Sprachkompetenz. Es wird auch auf die Klassifikation von sprachlichen Zweifelsfällen eingegangen. Die übrigen acht Kapitel teilt die Autorin in Teil A „Dimensionen sprachlicher Zweifelsfälle“ (hierzu gehören die Kapitel 3 bis 6) und in Teil B „Untersuchungsperspektiven der sprachlichen Zweifelsfälle“ (Kapitel 7 bis 10). Im Teil A werden die grammatische Dimension, die soziolinguistische Dimension und die Dimension der Sprachbewusstheit besprochen, ohne die die linguistische Analyse sprachlicher Zweifelsfälle nicht möglich ist. Im Teil B werden mit Hilfe der im Teil A dargestellten Betrachtungsdimensionen vier ausgewählte Zweifelsfälle beschrieben. Im abschließenden Teil des vorliegenden Artikels werden einige allgemeine Bemerkungen über die besprochene Monographie präsentiert.","en":"The review article discusses the book by Renata Szczepaniak, „Sprachliche Zweifelsfälle. Definition, Betrachtungsdimensionen und Erforschung“. The 240-page monograph is an introduction to the study of linguistic cases of doubt in German and is intended primarily as a basis for university courses on this topic. After presenting several examples of linguistic cases of doubt, the introductory section of this article defines the term linguistic case of doubt. It highlights the particular role of the concepts of standard language and linguistic competence in this context. The research on linguistic cases of doubt over the past decades is then briefly outlined. In the next part of this article, the content of the book under review is discussed. The first chapter introduces the topic by referring to possible everyday situations in which one mightencounter linguistic ambiguities. This section also presents the aim and structure of the monograph under review. Chapter 2 discusses the relationship between linguistic cases of doubt and language competence. The concepts of linguistic cases of doubt and linguistic competence are examined. The classification of linguistic cases of doubt is also addressed. The author divides the remaining eight chapters into Part A, „Dimensions of Linguistic Cases of Doubt“ (comprising chapters 3 to 6), and Part B, „Perspectives for Investigating Linguistic Cases of Doubt“ (chapters 7 to 10). Part A discusses the grammatical dimension, the sociolinguistic dimension, and the dimension of language awareness, without which the linguistic analysis of linguistic cases of doubt is impossible. Part B describes four selected cases of doubt using the dimensions presented in Part A. The concluding section of this article presents some general remarks about the monograph under discussion.","pl":""},"lastPage":509,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/29_golebiowski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Sprachliche Zweifelsfälle – ein zweifellos interessantes Phänomen","title_en":"Linguistic Cases of Doubt – An Undoubtedly Interesting Phenomenon","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"a074f648-11cd-5263-84b1-82628bb2795f","fields":{"slug":"/data/issues/29/30_jakosz/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Mariusz","lastName":"Jakosz","orcid":"0000-0001-9606-679X","affiliation":{"de":"Schlesische Universität","en":"University of Silesia in Katowice","pl":"Uniwersytet Śląski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-30","id":null,"editors":null,"firstPage":511,"issue":29,"keywords":{"de":["Variationspragmatik","Sprachvariation","Pragmatik","Variationslinguistik","Sprachgebrauch","Register","interaktionale Linguistik"],"en":["variational pragmatics","speech variation","pragmatics","variationist linguistics","language use","register","interactional linguistics"],"pl":["pragmatyka wariacyjna","wariacja językowa","pragmatyka","lingwistyka wariacyjna","uzus językowy","rejestr","lingwistyka interakcyjna"]},"item_abstracts":{"de":"Der vorliegende Beitrag ist im Schnittfeld von Variationspragmatik, Pragmatik und Variationslinguistik angesiedelt und untersucht, welchen Beitrag der Sammelband „Variationspragmatik: Regionale Vielfalt und situative Unterschiede im Sprachgebrauch“ zur weiteren Profilierung dieses noch nicht vollständig konsolidierten Forschungsfeldes leistet. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Sprachvariation in der germanistischen Linguistik zwar seit Langem auf phonologischer, lexikalischer, morphologischer und syntaktischer Ebene untersucht wird, der Sprachgebrauch als Ort pragmatischer Variation jedoch bislang seltener systematisch in einen variationslinguistischen Zusammenhang gestellt worden ist. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag den Band als programmatischen Versuch, regionale und situative Dynamiken des Sprachgebrauchs gemeinsam zu erfassen und damit eine empirisch wie methodisch tragfähige germanistische Variationspragmatik zu konturieren. Ziel der Rezension ist es erstens, die konzeptionelle Rahmung des Bandes zu rekonstruieren, zweitens die einzelnen Untersuchungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur theoretischen und methodologischen Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes einzuordnen und drittens den wissenschaftlichen Gesamtertrag der Publikation zu bewerten. Methodisch folgt der Beitrag einer systematischen und vergleichend angelegten Analyse, die sowohl programmatische Rahmungen als auch empirische Befunde und methodische Zugänge berücksichtigt. Im Zentrum stehen insbesondere die Verhältnisbestimmung von regionaler und situativer Variation, die Reichweite der behandelten Phänomene sowie die Frage, wie unterschiedliche Ansätze – etwa aus der Registerforschung, der Forschung zur digitalen Kommunikation oder der interaktionalen Linguistik – in ein gemeinsames Forschungsprogramm integriert werden. Die Analyse zeigt, dass der Band pragmatische Variation nicht nur als Ergänzung etablierter variationistischer Ansätze behandelt, sondern als eigenständige Forschungsperspektive profiliert. Hervorzuheben sind dabei die Verbindung von diatopischen und diaphasischen Zugängen, die Einbeziehung digitaler Kommunikationsformen, die Öffnung gegenüber interaktionalen und metapragmatischen Fragestellungen sowie die Erweiterung auf text- und wissensorganisatorische Phänomene. Insgesamt erweist sich der Band als wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung einer gebrauchsbasierten Variationslinguistik. Sein wissenschaftlicher Ertrag liegt vor allem darin, Variationspragmatik als methodisch vielfältiges, theoretisch anschlussfähiges und für die Analyse des deutschen Sprachgebrauchs besonders produktives Forschungsprogramm sichtbar zu machen.","en":"The present article is situated at the intersection of variational pragmatics, pragmatics, and variationist linguistics, and examines the extent to which the edited volume „Variationspragmatik: Regionale Vielfalt und situative Unterschiede im Sprachgebrauch“ contributes to the further profiling of this research field, which has not yet been fully consolidated. The starting point is the observation that, while language variation in German linguistics has long been studied at the phonological, lexical, morphological, and syntactic levels, language use as a locus of pragmatic variation has been systematically integrated into the variationist framework less frequently. Against this background, the article analyses the volume as a programmatic attempt to jointly capture regional and situational dynamics of language use and thereby to further outline an empirically and methodologically robust German variational pragmatics. The review pursues three main objectives: first, to reconstruct the conceptual framework of the volume; second, to situate individual studies with regard to their contribution to the theoretical and methodological differentiation of the field; and third, to assess the overall scholarly contribution of the publication.Methodologically, the article follows a systematic and comparative review approach that takes into account programmatic frameworks, empirical findings, and methodological approaches alike. Particular attention is paid to the relationship between regional and situational variation, the scope of the phenomena addressed, and the question of how different approaches – for instance, from register studies, research on digital communication, or interactional linguistics – can be integrated into a common research programme. The analysis demonstrates that the volume does not treat pragmatic variation merely as a supplement to established variationist approaches, but rather profiles it as an autonomous research perspective. Of particular note are the combination of diatopic and diaphasic approaches, the inclusion of digital forms of communication, the opening towards interactional and metapragmatic questions, and the extension to phenomena of textual and knowledge organisation. Overall, the volume proves to be an important stimulus for further development of usage-based variationist linguistics. The publication’s scholarly contribution lies above all in making variational pragmatics visible as a methodologically diverse, theoretically well-integrated, and highly productive research programme for the analysis of German language use.","pl":""},"lastPage":521,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/30_jakosz.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Pragmatische Variation im Deutschen: Regionale und situative Dynamiken des Sprachgebrauchs","title_en":"Pragmatic Variation in German: Regional and Situational Dynamics of Language Use","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"456cb636-1d8e-51ea-90e7-3ad993010c46","fields":{"slug":"/data/issues/29/31_jarosz/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Józef","lastName":"Jarosz","orcid":"0000-0002-7820-667X","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-31","id":null,"editors":null,"firstPage":523,"issue":29,"keywords":{"de":["Phraseologismus","Sprichwörtersammlung","Sprichwortforschung","Wörterbuch","Parömiographie"],"en":["phraseme","proverb collection","proverb research","dictionary","paremiography"],"pl":["frazeologizm","zbiór przysłów","badanie przysłów","słownik","paremiografia"]},"item_abstracts":{"de":"Im Rezensionsbeitrag wird ein im Jahre 2025 herausgegebenes viersprachiges phraseologisches Wörterbuch besprochen und hinsichtlich seiner praktischen Anwendbarkeit bewertet. Die Publikation wird vor dem Hintergrund der bisher herausgegebenen mehrsprachigen Sprichwörtersammlungen im Zeitraum 1506–2025 als eine Fortsetzung der dänischen parömiographischen Tradition präsentiert. Der rezensierte Band besteht aus einem Vorwort, einem lexikographischen Teil und einer Liste der Quellen. Die Darstellung der Publikation erfolgt nach den lexikographischen Kriterien. Untersucht werden makrostrukturelle und mikrostrukturelle Eigenschaften des Wörterbuchs. Die Makrostruktur des Wörterbuchs machen Einträge verschiedener Kategorien aus – dänische Sprichwörter, Phraseme sowie Einwortidiome. Der bescheiden gestaltete mikrostrukturelle Bereich umfasst Bedeutungserklärungen der dänischen Einträge, polnische, deutsche und englische Äquivalente, typographische Mittel zur Unterschidung der Sprachen und Illustrationen von ausgewählten Phrasemen. Die Zeichnungen visualisieren Elemente der wörtlichen Bedeutung. Den Nachspann des Wörterbuches macht nur das Verzeichnis der Quellen aus, es fehlt ein Stichwortregister, das den Zugriff auf beliebigen Phraseologismus in einer der vier Sprachen erleichtern würde. Der rezensierte Band ist ein Beispiel für eine populäre Sammlung von Phraseologismen in vier Sprachen. Wegen der Inkonsequenz in der Gestaltung der Makrostruktur und der mangelnden lexikographischen Charakteristika in der Mikrostruktur ist sein praktischer Wert gering.","en":"This review discusses a four-language phraseological dictionary published in 2025 and evaluates its practical applicability. The publication is presented as a continuation of the Danish paremiographic tradition, set against the backdrop of previously published multilingual collections of proverbs in the 1506–2025 period. The reviewed volume consists of a preface, a lexicographical section, and a list of sources. The publication is presented in accordance with lexicographical criteria. The macrostructural and microstructural characteristics of the dictionary are examined. The macrostructure of the dictionary comprises entries of various categories: Danish proverbs, phraseological units, and single-word idioms. The modestly designed microstructural section includes definitions of the Danish entries, Polish, German, and English equivalents, typographical devices to distinguish the languages, and illustrations of selected phraseological units. The drawings visualise the elements of their literal meaning. The appendix of the dictionary consists solely of a list of sources; there is no index of headwords, which would facilitate access to any phraseological unit inone of the four languages. The dictionary is an example of a popular collection of phraseological units in four languages. Due to inconsistencies in the design of the macrostructure and the lack of lexicographical characteristics in the microstructure, its practical value is limited.","pl":""},"lastPage":528,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/31_jarosz.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Dawna i współczesna duńska paremiografia wielojęzyczna","title_en":"Historical and Contemporary Multilingual Danish Paremiography","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"443087ed-c42b-52a1-8958-57526c56baaf","fields":{"slug":"/data/issues/29/32_kalasznik/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Marcelina","lastName":"Kałasznik","orcid":"0000-0003-2713-5880","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-32","id":null,"editors":null,"firstPage":529,"issue":29,"keywords":{"de":["Fachsprachen","Fachkommunikation","Fachsprachendidaktik"],"en":["specialized languages","professional communication","LSP didactics"],"pl":["języki specjalistyczne","komunikacja specjalistyczna","dydaktyka języków specjalistycznych"]},"item_abstracts":{"de":"Fachspezifische Kommunikation spielt sowohl im akademischen als auch im beruflichen Kontext eine zentrale Rolle, geprägt von zunehmender Digitalisierung, Medienentwicklung und der wachsenden Bedeutung effektiver Kommunikationskompetenzen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über den 2024 erschienenen Sammelband „Fachsprachen – Fachkommunikation – fachdidaktische Diskurse“, herausgegeben von Maria Migodzińska und Agnieszka Pietrzak und veröffentlicht im Verlag V&R unipress als siebter Band der Reihe „SPECLANG: Beiträge zur Berufs- und Fachkommunikation“. Der Band geht auf die vierte internationale Konferenz an der Universität Łódź (2023) zurück und vereint Forschungsergebnisse zu Fachsprachen, beruflicher Kommunikation und Fachdidaktik. Die Beiträge sind in drei thematische Abschnitte gegliedert. Die erste Sektion untersucht sprachliche und translationsbezogene Aspekte von Fachsprachen, darunter Sport-, Militär-, Handwerks-, Koch- und Übersetzungsbereiche, und illustriert lexikalische, semantische und kulturelle Merkmale anhand deutsch-polnischer Vergleichsbeispiele. Der zweite Abschnitt fokussiert auf berufliche Kommunikation in unterschiedlichen Kontexten, wie technische Dokumentation, Unternehmenswebsites, Blogs, soziale Medien, akademische Präsentationen und interkulturelle Zusammenarbeit, wobei Terminologie, Multimodalität und Interaktionsstrategien im Mittelpunkt stehen. Der dritte Abschnitt behandelt fachdidaktische Perspektiven, darunter kompetenzorientierte Lehre, Innovationsprozesse in Curricula, praxisnahe Programme sowie Strategien zur Integration von Literatur, Terminologie und konsekutivem Dolmetschen in den Sprachunterricht. Insgesamt zeigt der Band, wie linguistische Analysen und gezielte fachdidaktische Ansätze die beruflichen Kompetenzen von Lernenden stärken, interkulturelles Verständnis fördern und die Verbindung zwischen akademischem Wissen und Anforderungen des Arbeitsmarktes herstellen. Er unterstreicht die interdisziplinäre Bedeutung der Forschung zur Fachkommunikation und liefert sowohl theoretische Einsichten als auch praktische Implikationen für Lehrende, Linguistinnen und Linguisten sowie Fachpraktiker.","en":"Specialized communication plays a critical role in both academic and professional contexts, shaped by increasing digitalization, media development, and the growing importance of effective communication skills. This paper presents an overview of the 2024 edited volume „Fachsprachen – Fachkommunikation – fachdidaktische Diskurse“, edited by Maria Migodzińska and Agnieszka Pietrzak and published by V&R unipress as the seventh volume in the series „SPECLANG: Beiträge zur Berufs- und Fachkommunikation“. The volume originates from the fourth international conference held at the University of Łódź (2023) andbrings together research on specialized languages, professional communication, and language teaching. The contributions are organized into three sections. The first section examines linguistic and translation aspects of specialized languages, including sports, military, craft, culinary, and translation domains, with comparative German-Polish examples highlighting lexical, semantic, and cultural features. The second section focuses on professional communication across diverse contexts, such as technical documentation, corporate websites, blogs, social media, academic presentations, and intercultural collaboration, emphasizing terminology, multimodality, and interaction strategies. The third section addresses didactic perspectives, including competency-based teaching, curriculum innovation, practical programs, and strategies for integrating literature, terminology, and consecutive interpreting in language instruction. Collectively, the volume demonstrates how linguistic analysis and targeted didactic approaches enhance learners’ professional competencies, support intercultural understanding, and bridge academic knowledge with labor market requirements. It underscores the interdisciplinary relevance of specialized communication research and provides both theoretical insights and practical implications for educators, linguists, and practitioners in applied language contexts.","pl":""},"lastPage":535,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/32_kalasznik.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Aktuelle Forschungsfragen im Diskurs über Fachsprachen, Fachkommunikation und Fachsprachendidaktik","title_en":"Current Research Issues in the Discourse on Specialized Languages, Professional Communication, and LSP Didactics","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"f5f96039-522b-5fce-b120-f62a6558a4f2","fields":{"slug":"/data/issues/29/33_kalasznik/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Marcelina","lastName":"Kałasznik","orcid":"0000-0003-2713-5880","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-33","id":null,"editors":null,"firstPage":537,"issue":29,"keywords":{"de":["Diskursanalyse","Medienkommunikation","Minitexte","Sprachgebrauch im Unterricht"],"en":["discourse analysis","media communiaction","short texts","language use in the classroom"],"pl":["analiza dyskursu","komunikacja medialna","krótkie teksty","użycie języka podczas zajęć"]},"item_abstracts":{"de":"Der Rezensionsbeitrag widmet sich dem Sammelband „Linguistische Grenzübergänge. Einblicke in die Sprachfacetten und Diskurswelten moderner Kommunikation“, der 2026 von Izabela Kujawa und Roman Opiłowski herausgegeben wurde. Der Band versammelt zehn Beiträge, die aus einem Forschungs- und Lehrprojekt hervorgegangen sind und unterschiedliche Perspektiven auf zeitgenössische Kommunikation eröffnen. Die Gliederung erfolgt entlang dreier thematischer Schwerpunkte: Diskursanalyse und Medienkommunikation, Sprachgebrauch im Unterricht und Beruf sowie Minitexte auf der Straße aus lexikalischer, interkultureller und multimodaler Sicht. Im Bereich der Diskursanalyse werden u. a. kollektive Identität, politische Kommunikation und digitale Diskurse untersucht, wobei insbesondere soziale Medien (z. B. Plattform X) als zentrale Räume der Meinungsbildung in den Blick genommen werden. Die Beiträge zur Medienkommunikation verdeutlichen die Bedeutung multimodaler und intermedialer Ansätze für die Analyse gegenwärtiger Kommunikationsformen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Sprachgebrauch im Unterricht, insbesondere im Kontext des Deutschen als Fremdsprache, wo Fragen der Redekompetenz, Reflexionsfähigkeit und Fachkommunikation behandelt werden. Der dritte Schwerpunkt widmet sich Minitexten (z. B. Transparente, Protestplakate), die als prägnante, oft multimodale Kommunikationsformen im öffentlichen Raum (z. B. auch während Proteste) analysiert werden. Der Band weist eine methodische Vielfalt und einen interdisziplinären Charakter auf und unterstreicht die Relevanz der behandelten Fragen für die aktuelle linguistische Forschung zu Diskursen und Medien.","en":"The review article is devoted to the edited volume „Linguistische Grenzübergänge. Einblicke in die Sprachfacetten und Diskurswelten moderner Kommunikation“, published in 2026 by Izabela Kujawa and Roman Opiłowski. The volume brings together ten contributions that originated from a research and teaching project, and offer diverse perspectives on contemporary communication. Its structure follows three thematic areas: discourse analysis and media communication, language use in educational and professional contexts, and minitexts in public space from lexical, intercultural, and multimodal perspectives. Within the field of discourse analysis, topics such as collective identity, political communication, and digital discourse are explored, with particular attention to social media (e. g., platform X) as key spaces of opinion formation. The contributions on media communication highlight the importance of multimodal and intermedial approaches for analyzing present-day communicative practices. Another area of focus is the use of language in educational contexts, especially in the context of German as a Foreign Language, issues such as speaking competence, reflective skills, and professional communication are addressed. The third thematic area examines minitexts (e. g., banners and protest signs) as concise, often multimodal forms of communication appearing in public space, also during protests. Overall, the volume demonstrates considerable methodological diversity and an interdisciplinary character, underscoring the relevance of the discussed issues for current linguistic research on discourse and media.","pl":""},"lastPage":543,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/33_kalasznik.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Zur Vielschichtigkeit moderner Kommunikationsräume","title_en":"On the Complexity of Modern Communication Spaces","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"bb63c40a-4c09-529f-8643-508c1cde83a9","fields":{"slug":"/data/issues/29/34_nadobnik/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Renata","lastName":"Nadobnik","orcid":"0000-0003-0895-3060","affiliation":{"de":"Jakob-von-Paradies-Akademie","en":"The Jakob of Paradies University","pl":"Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-34","id":null,"editors":null,"firstPage":545,"issue":29,"keywords":{"de":["Personenschimpfwörter","Tierbezug","Deutsch","Polnisch"],"en":["personal insults","animal references","German","Polish"],"pl":["obelgi osobiste","odniesienia do zwierząt","język niemiecki","język polski"]},"item_abstracts":{"de":"Schimpfwörter und Beschimpfungen blieben in der Sprachforschung über einen langen Zeitraum weitgehend unbeachtet. Eine verstärkte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Gegenstand setzt erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Bemerkenswerterweise wird das Thema bereits seit dem 18. Jahrhundert in lexikografischen Werken behandelt. Zu nennen ist hier als Beispiel der Druck „Die Nürnberger Schimpfwörter bildlich dargestellt“ von A.[mbrosius] Gabler (um 1795). In diesem Kontext verdient die Monografie „Tierische Personenschimpfwörter im Deutschen und im Polnischen – Semantische und funktionale Aspekte“ von Aleksandra Kamińska eine besondere Aufmerksamkeit. Die Autorin verwendet Schimpfwörterbücher und allgemeine Wörterbücher, die zwischen 1964 und 2018 erschienen sind, als Korpora für eine umfassende kontrastive Studie für das Sprachenpaar Deutsch und Polnisch. Den zentralen Untersuchungsgegenstand bilden hier tierische Maledicta, d.h. Schimpfwörter mit animalischen Komponenten, überwiegend aus dem Bereich der Haus- und Zuchttiere. Es handelt sich dabei zum einen um das Vorkommen von Personenschimpfwörtern in quantitativer Hinsicht, zum anderen um ihre Bedeutungs- und Verwendungsaspekte in beiden Sprachen. Die von der Forscherin erhobenen Befunde belegen ein deutliches Missverhältnis in der Anzahl der untersuchten sprachlichen Einheiten im Deutschen und im Polnischen, was unter anderem durch die Anzahl der verfügbaren Wörterbücher mit Schimpfwörtern erklärt wird. Unter semantischen und pragmatischen Aspekten lassen sich nach Kamińska Unterschiede größeren oder geringeren Umfangs hinsichtlich der (Un)einheitlichkeit in der Begriffsbestimmung, des Bezugs auf Individuen und Kollektiva sowie Geschlechts- und Altersmarkierung tierischer Personenschimpfwörter feststellen. Die durchgeführten Analysen zeichnen sich durch eine große Detailgenauigkeit aus und liefern somit erhebliche Erkenntnisgewinne. Die Studie ist insbesondere deshalb wertvoll, dass sie komplex und tiefgründig angelegt ist. Dadurch wird ein vollständiger Einblick in die sprachlichen Besonderheiten im angegebenen Bereich ermöglicht. Die gewählte Forschungsperspektive gibt zudem wichtige Aufschlüsse zu lexikologischen, lexikografischen, wortbildungsmorphologischen und phraseologischen Fragestellungen. Ein wesentlicher Mehrwert der Studie besteht außerdem in ihrer kulturellen Einbettung, die für die Verständigung in interlingualen Kommunikationssituationen von großer Bedeutung ist.","en":"Swear words and insults were largely overlooked in linguistic research for a long time. It was not until the second half of the 20th century that there was a greater focus on this subject in academic circles. It is worth noting that the subject has been covered in lexicographical works since the 18th century. One example worth mentioning here is the publication „Die Nürnberger Schimpfwörter bildlich dargestellt“ by A.[mbrosius] Gabler (c. 1795). In this context, the monograph „Tierische Personenschimpfwörter imDeutschen und im Polnischen – Semantische und funktionale Aspekte“ by Aleksandra Kamińska deserves particular attention. The author uses slang dictionaries and general dictionaries published between 1964 and 2018 as a corpus for a comprehensive contrastive study of the German-Polish language pair. The main focus of the study is on animal-based swear words, i.e. swear words containing animal elements, predominantly drawn from the realm of domestic and farm animals. This concerns, on the one hand, the prevalence of personal insults in quantitative terms, and, on the other hand, their meaning and usage in both languages. The findings gathered by the researcher reveal a significant disparity in the number of linguistic units examined in German and Polish, which can be explained, among other things, by the number of available dictionaries containing swear words. According to Kamińska, from a semantic and pragmatic perspective, differences of varying degrees can be identified in terms of consistency (or lack thereof) in the definition of terms, reference to individuals and collectives, and gender and age markers in animal-based personal insults. The analyses carried out are characterised by a high level of detail and thus provide significant insights. The study is particularly valuable because of its comprehensive and in-depth nature. This provides a complete insight into the linguistic characteristics of the field in question. The chosen research perspective also provides important insights into issues related to lexicology, lexicography, word-formation morphology and phraseology. Another key benefit of the study lies in its cultural context, which is of great importance for understanding in interlingual communication situations.","pl":""},"lastPage":551,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/34_nadobnik.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Tierische Maledicta in der linguistischen Forschung","title_en":"Animal Maledicta in Linguistic Research","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"a636a466-c0a6-546f-97ef-80df81204593","fields":{"slug":"/data/issues/29/35_staniewski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Przemysław","lastName":"Staniewski","orcid":"0000-0002-1903-6316","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-35","id":null,"editors":null,"firstPage":553,"issue":29,"keywords":{"de":["Textlinguistik","Text","Kommunikation","Diskurs"],"en":["text linguistics","text","communication","discourse"],"pl":["lingwistyka tekstu","tekst","komunikacja","dyskurs"]},"item_abstracts":{"de":"Der Rezensionsbeitrag bespricht das Buch von Monika Schwarz-Friesel und Manfred Consten „Textlinguistik. Eine Einführung“ (2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage). In dem einführenden Teil wird die Rolle eines Textes in menschlicher Kommunikation sowie die Textlinguistik als Forschungsdisziplin mit ihren Aufgaben kurz besprochen. In den weiteren und viel umfangreicheren Kapiteln wurden auf sehr detaillierte und ausführliche Art und Weise verschiedene Fragestellungen der textlinguistischen Forschung diskutiert. In erster Linie befassen sich die AutorInnen mit der Definition eines Textes sowie mit der Klassifikation der Texte. Dabei weisen sie auf unterschiedliche mit diesen Aspekten der Textlinguistik verbundene Schwierigkeiten hin. Ferner widmen sie ihre Aufmerksamkeit solchen für die Textlinguistik grundlegenden Begriffen wie z. B. Kohäsion, Kohärenz, Anapher und Katapher aber auch der thematisch-rhematischen Struktur. Berücksichtigung findet auch die Problematik der Referenz in Texten, die aus dem Blickwinkel des Text-Welt-Modells betrachtet wird. Im Rahmen dieser Überlegungen wurde auch auf die mit dem Phänomen der Referenz bzw. Referenzialisierung verbundenen Aspekte eingegangen. Dazu gehören vor allem die Konzeptualisierung, Evaluation sowie Perspektivierung. In dem Buch wurden aber nicht nur die theoretischen Aspekte in Betracht gezogen. In dem abschließenden Kapitel zeigen die VerfasserInnen, in welchen Bereichen und auf welche Art und Weise die textlinguistische Erkenntnis praktisch angewendet werden kann.","en":"The review article discusses the book by Monika Schwarz-Friesel and Manfred Consten, „Textlinguistik. Eine Einführung“ (2nd, fully revised and expanded edition). In the introductory section, the role of text in human communication, as well as text linguistics as a research discipline and its tasks, are briefly addressed. In the subsequent, much more extensive chapters, various questions of text linguistic research are discussed in a very detailed and comprehensive manner. The authors primarily deal with the definition of text and the classification of texts, pointing out different challenges associated with these aspects of text linguistics. Furthermore, they devote their attention to such fundamental concepts of text linguistics as cohesion, coherence, anaphora and cataphora, as well as the thematic-rhematic structure. The issue of reference in texts is also considered, viewed from the perspective of the text-world model. In the context of these reflections, aspects connected with the phenomenon of reference or referentiality are also addressed, which include, above all, conceptualisation, evaluation and perspectivisation. However, the book does not only take theoretical aspects into account. In the final chapter, the authors show in which areas and in what ways insights of text linguistics can be applied in practice.","pl":""},"lastPage":559,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/35_staniewski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Zur Rolle und Funktion der Texte in der Kommunikation","title_en":"On the Role and Function of Texts in Communication","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"42f5b688-a5af-57b7-a8b9-857e8eacec62","fields":{"slug":"/data/issues/29/36_suchorab/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Krystian","lastName":"Suchorab","orcid":"0000-0003-1831-7973","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-36","id":null,"editors":null,"firstPage":561,"issue":29,"keywords":{"de":["Antisemitismus","Hassrede","Judenfeindschaft","Sprache","Kommunikation"],"en":["antisemitism","hate speech","anti-Jewish hostility","language","communication"],"pl":["Antysemityzm","mowa nienawiści","wrogość wobec Żydów","język","komunikacja"]},"item_abstracts":{"de":"Der vorliegende Rezensionsbeitrag widmet sich der Monografie von Schwarz-Friesel (2025), in der die sprachliche Dimension der Judenfeindschaft präsentiert wird. Die Autorin zeigt, dass antisemitische Inhalte nicht ausschließlich in offener Hassrede auftreten, sondern häufig auch durch implizite sprachliche Mittel vermittelt werden. Dabei wird hervorgehoben, dass Sprache eine zentrale Rolle in der Konstruktion von Wirklichkeit spielt und sowohl kognitive als auch kommunikative Prozesse beeinflusst. Anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Textsorten – von theologischen Schriften über literarische Werke bis hin zu modernen Medien und Internetkommentaren – wird gezeigt, dass antisemitische Stereotype und semantische Muster über Jahrhunderte hinweg bemerkenswerte Kontinuität aufweisen. Besondere Aufmerksamkeit gilt indirekten Ausdrucksformen wie Implikaturen, Metaphern, rhetorischen Fragen oder sprachlicher Camouflage, die judenfeindliche Inhalte verschleiern und ihre Wahrnehmung erschweren. Ebenso werden Strategien der Abwehr und Selbstlegitimierung thematisiert, die in antisemitischen Diskursen häufig auftreten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem israelbezogenen Antisemitismus als einer gegenwärtig dominierenden Erscheinungsform, in der traditionelle Feindbilder neu kontextualisiert werden. Darüber hinaus wird auf die Rolle von Massenmedien sowie multimodalen Kommunikationsformen wie Bildern, Memes und Filmen eingegangen. Die Monografie leistet einen wichtigen Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Antisemitismusforschung, indem sie die Bedeutung von Sprache für die Entstehung, Verbreitung und Stabilisierung von Hass verdeutlicht. Abschließend wird die Notwendigkeit einer kritischen Sprachreflexion sowie einer ethisch verantwortungsvollen Kommunikation betont, um antisemitischen Diskursen wirksam entgegenzutreten.","en":"The present review article is devoted to the monograph by Schwarz-Friesel (2025), which examines the linguistic dimension of antisemitism. The author demonstrates that antisemitic content is not confined to explicit hate speech but is often conveyed through implicit linguistic means. In this context, it is emphasised that language plays a central role in the construction of reality and influences both cognitive and communicative processes. Drawing on numerous examples from a wide range of text types – from theological writings and literary works to modern media and online comments – the study shows that antisemitic stereotypes and semantic patterns have exhibited remarkable continuity over the centuries. Particular attention is paid to indirect forms of expression, such as implicatures, metaphors, rhetorical questions, and linguistic camouflage, which obscure antisemitic content and make it more difficult to detect. Strategies of denial and self-legitimation, which frequently occur in antisemitic discourse, are also examined. A further focus is placed on Israel-related antisemitism as a currently dominant form in whichtraditional hostile images are recontextualised. In addition, the role of mass media as well as multimodal forms of communication, such as images, memes, and films, is addressed. The monograph makes an important contribution to linguistic research on antisemitism by highlighting the role of language in the emergence, dissemination, and stabilisation of hatred. Finally, the need for critical reflection on language and for ethically responsible communication is emphasised as a means of countering of antisemitic discourse effectively.","pl":""},"lastPage":567,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/36_suchorab.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Judenfeindschaft in der Sprache und Kommunikation","title_en":"Antisemitism in Language and Communication","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"d127aea7-f0ed-51b0-b2f0-57b7fa7fcb74","fields":{"slug":"/data/issues/29/37_szczek/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Joanna","lastName":"Szczęk","orcid":"0000-0001-8721-6661","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-37","id":null,"editors":null,"firstPage":569,"issue":29,"keywords":{"de":["Literatur","polnische Phraseologie","Literaturismen","Phraseologismen"],"en":["literature","polish phraseology","literarisms","phraseological units"],"pl":["literatura","polska frazeologia","literaturyzmy","frazeologizmy"]},"item_abstracts":{"de":"Der Beitrag widmet sich der Analyse und Bewertung der Monografie „Literatura źródłem związków frazeologicznych. Słownik“ (Katowice 2024) von Agnieszka Piela, die sich mit der polnischen Phraseologie literarischen Ursprungs auseinandersetzt. Ausgangspunkt der Überlegungen bildet die Annahme, dass der phraseologische Bestand einer Sprache nicht nur ein linguistisches, sondern zugleich ein kulturgeschichtliches Archiv darstellt, in dem sich kollektive Erfahrungen, Wertvorstellungen und Formen der Konzeptualisierung der Welt widerspiegeln. In diesem Kontext wird Literatur als eine zentrale, jedoch bislang nicht systematisch genug erforschte Quelle phraseologischer Motivation betrachtet. Der Beitrag rekonstruiert die theoretischen Grundlagen der Autorin, insbesondere ihr Verständnis von Motivation im phraseologischen Bereich sowie ihre Auffassung literarischer Texte als Ausgangspunkt für die Herausbildung stabilisierter Wortverbindungen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem von Piela vorgeschlagenen Terminus Literaturyzm, der als Bezeichnung für sprachliche Einheiten literarischer Provenienz eingeführt wird. Die Autorin definiert diesen Begriff als „Einheit der Sprache, die aus literarischen Texten hervorgegangen ist“ und differenziert zwischen lexikalischen Literaturismen (z. B. Eponyme) und phraseologischen Literaturismen, d. h. mehrgliedrigen Wortverbindungen, die aus einem literarischen Werk stammen oder auf dessen Inhalt verweisen und außerhalb ihres ursprünglichen Kontextes in stabilisierter formaler und semantischer Gestalt funktionieren. Darüber hinaus werden die von Piela vorgeschlagenen Klassifikationskriterien dargestellt: die formale Typologie (Ausdrücke, Wendungen, Sätze), die Reichweite (international verbreitete vs. nationale Einheiten) sowie der Grad der phraseologischen Festigkeit (starker vs. schwacher Status). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Struktur des Wörterbuchteils, der 142 Einheiten umfasst und jeweils Definitionen, Varianten, Belegkontexte, lexikographische Nachweise sowie autorenspezifische etymologisch-kulturhistorische Kommentare enthält. Abschließend wird hervorgehoben, dass die Monografie sowohl einen terminologischen Ordnungsversuch als auch einen lexikographischen Beitrag zur Erforschung literarisch motivierter Phraseologismen darstellt. Sie verbindet theoretische Reflexion mit praktischer Dokumentation und eröffnet Perspektiven für weiterführende Untersuchungen zur Rolle literarischer Texte in der Entwicklung des polnischen phraseologischen Bestandes.","en":"The article presents an analysis and evaluation of Agnieszka Piela’s monograph „Literatura źródłem związków frazeologicznych. Słownik“ (Katowice 2024), which explores literary sources of Polish phraseology. The study is grounded in the assumption that the phraseological inventory of a language functions not only as a linguistic system but also as a cultural archive reflecting collective experiences, value systems,and modes of conceptualizing reality. Within this framework, literature is approached as a significant – yet insufficiently systematized – source of phraseological motivation. The paper outlines the theoretical foundations of Piela’s work, particularly her understanding of motivation in phraseology and her view of literary texts as origins of stabilized multiword expressions that enter general use of language. Special attention is given to the terminological proposal introduced by the author, namely the concept of literaturyzm [‚literarism‘], defined as a linguistic unit derived from literary texts. Piela distinguishes between lexical literarisms (e g., eponyms) and phraseological literarisms, understood as multiword expressions that originate directly from literary works or allude to their content while functioning outside their original context in a stabilized formal and semantic shape. The article further discusses the classification criteria proposed in the monograph. These include formal typology (expressions, verbal phrases, and sentential units), range of distribution (international vs. national units), and a degree of phraseological status (strong vs. weak stabilization). Attention is also paid to the structure and functionality of the dictionary section, which contains 142 entries arranged alphabetically. Each entry comprises a definition, variant forms, illustrative contexts, lexicographical attestations, and an authorial commentary providing etymological and cultural-historical background. In conclusion, the monograph is presented as both a terminological systematization and a lexicographical contribution to the study of literary-motivated phraseological units in Polish. By combining theoretical reflection with detailed documentation, the work offers a coherent methodological framework and opens new perspectives for further research on the interaction between literary texts and the development of phraseology in general use of language.","pl":""},"lastPage":576,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/37_szczek.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Literaturyzmy frazeologiczne w polskiej frazeologii","title_en":"Phraseological Units Originating from Literature in Polish Phraseology","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"cbd8252f-67ea-5077-92f1-251f5e5809e7","fields":{"slug":"/data/issues/29/38_szubert/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Rafał","lastName":"Szubert","orcid":"0000-0003-1367-1770","affiliation":{"de":"Universität Wrocław","en":"University of Wrocław","pl":"Uniwersytet Wrocławski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-38","id":null,"editors":null,"firstPage":577,"issue":29,"keywords":{"de":["sprachliche Kreativität","Kognition und Sprache","Schreibprozesse","Diskurspraktiken","Musterhaftigkeit","Emergenz","Sprachdidaktik"],"en":["linguistic creativity","cognition and language","writing processes","discourse practices","pattern regularity","emergence","language didactics"],"pl":["kreatywność językowa","poznanie i język","procesy pisania","praktyki dyskursywne","regularność wzorców","emergencja","dydaktyka języka"]},"item_abstracts":{"de":"Gegenstand dieses Rezensionsartikels ist der von Kirsten Schindler und Alexandra Lavinia Zepter herausgegebene Sammelband „Sprachliche Kreativität in Bildungs- und Fachsprache“, der 2025 im Narr Francke Attempto Verlag in Tübingen erschienen ist. Der Band umfasst 315 Seiten und ist interdisziplinär zwischen Sprachdidaktik, Linguistik und Psycholinguistik angesiedelt. Im Zentrum des Bandes steht die Frage nach der sprachlichen Kreativität in Bildungs- und Fachkontexten, wobei unterschiedliche theoretische und empirische Zugänge zu diesem Phänomen versammelt werden. Bereits der Titel verweist auf ein Spannungsfeld zwischen sprachlicher Praxis und kognitiven bzw. mentalen Voraussetzungen von Kreativität, das im Verlauf der Beiträge in vielfältiger Weise entfaltet wird. Aus linguistischer und kognitionswissenschaftlicher Perspektive stellt der Band damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion dar, in der Kreativität nicht nur als sprachliches Produkt oder als Eigenschaft von Texten, sondern ebenso als Prozess, als situativ eingebettete Praxis und als kognitiv fundierte Fähigkeit verstanden wird. Der Band lädt somit zu einer Auseinandersetzung mit der Frage ein, inwiefern sprachliche Kreativität als eigenständiger Gegenstand linguistischer Forschung zu bestimmen ist oder ob sie vielmehr als Schnittstelle zwischen Sprache, Kognition und Handlung zu begreifen ist.","en":"The subject of this review article is the edited volume „Sprachliche Kreativität in Bildungs- und Fachsprache“, edited by Kirsten Schindler and Alexandra Lavinia Zepter, published in 2025 by Narr Francke Attempto Verlag in Tübingen. The volume comprises 315 pages and is situated at the intersection of language didactics, linguistics, and psycholinguistics. At the core of the volume lies the question of linguistic creativity in educational and academic contexts, bringing together a range of theoretical and empirical approaches to this phenomenon. Already the title points to a tension between linguistic practice and the cognitive or mental preconditions of creativity, which is unfolded in various ways throughout the contributions. From a linguistic and cognitive-scientific perspective, the volume represents an important contribution to the current debate in which creativity is understood not only as a linguistic product or a property of texts, but also as a process, a situationally embedded practice, and a cognitively grounded capacity. The volume thus invites the readerto reflect on the extent to which linguistic creativity can be defined as an independent object of linguistic research, or whether it should rather be understood as an interface between language, cognition, and action.","pl":""},"lastPage":587,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/38_szubert.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Kreativität mittels der Sprache oder als mentales Phänomen? Zur Frage nach der Primarität von Sprache und Geist","title_en":"Creativity as a Linguistic Means or as a Cognitive Phenomenon? On the Issue of Primacy of Language and Mind","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"bdb218fa-edfc-50bf-baa0-e40177753149","fields":{"slug":"/data/issues/29/39_jakosz/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Mariusz","lastName":"Jakosz","orcid":"0000-0001-9606-679X","affiliation":{"de":"Schlesische Universität Katowice","en":"University of Silesia in Katowice","pl":"Uniwersytet Śląski"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-39","id":null,"editors":null,"firstPage":591,"issue":29,"keywords":{"de":[],"en":[],"pl":[]},"item_abstracts":{"de":"","en":"","pl":""},"lastPage":595,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/39_jakosz.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Bericht über die internationale Tagung „SPECLANG 2026: Fachsprachen – Ausbildung – Karrierechancen“, Universität Łódź, 05.–07. März 2026","title_en":"","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"ce6244b0-0230-5faf-8ade-30f9f35366e5","fields":{"slug":"/data/issues/29/40_makowski/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Jacek","lastName":"Makowski","orcid":"0000-0002-9601-5025","affiliation":{"de":"Universität Łódź","en":"University of Łódź","pl":"Uniwersytet Łódzki"}},{"firstName":"Agnieszka","lastName":"Stawikowska-Marcinkowska","orcid":"0000-0002-1528-4339","affiliation":{"de":"Universität Łódź","en":"University of Łódź","pl":"Uniwersytet Łódzki"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-40","id":null,"editors":null,"firstPage":597,"issue":29,"keywords":{"de":[],"en":[],"pl":[]},"item_abstracts":{"de":"","en":"","pl":""},"lastPage":600,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/40_makowski.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Współczesna filologia wobec wyzwań rynku pracy i sztucznej inteligencji. Sprawozdanie z debaty naukowo-biznesowej (Łódź, 5 marca 2026)","title_en":"","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""},{"id":"06b86c30-bf63-599a-9d0f-13f6e4d47167","fields":{"slug":"/data/issues/29/41_sorger/"},"frontmatter":{"abstracts":null,"audio":null,"authors":[{"firstName":"Roman","lastName":"Sorger","orcid":"0000-0003-1489-1599","affiliation":{"de":"Technische Universität in Košice","en":"Technical University in Košice","pl":"Uniwersytet Techniczny w Koszycach"}}],"date":"2026-06-15T00:00:00.000Z","doi":"10.23817/lingtreff.29-41","id":null,"editors":null,"firstPage":601,"issue":29,"keywords":{"de":["interkulturelle Kompetenz","Deutsch als Fremdsprache","Übungstypologie","Online-Lehrwerke an der Tuke","Bloom’sche Lernzieltaxonomie","Inklusion"],"en":["intercultural competence","German as a foreign language","exercise typology","online textbooks at TUKE","Bloom’s taxonomy of learning objectives","inclusion"],"pl":["kompetencja interkulturowa","język niemiecki jako obcy","typologia ćwiczeń","podręczniki online na TUKE","taksonomia celów kształcenia Blooma","inkluzja"]},"item_abstracts":{"de":"Interkulturelle Kompetenz wird in Deutschlehrwerken für Erwachsene oft thematisiert, jedoch meist auf dem kognitiven Niveau Erinnern und Verstehen behandelt, während produktive und interaktive Lernziele (Analysieren, Bewerten, Kreieren) zu kurz kommen. Die Übungstypologien fokussieren auf Wissensabfrage ohne handlungsorientierte Sprachfertigkeiten. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, inwieweit aktuelle Print-Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache interkulturelle Inhalte und Kompetenz entsprechend vermitteln und welche Rolle dabei standardisierte Übungsformen und -typologien vor allem wie „Richtig/Falsch“ spielen. Man versucht in diesem Beitrag, Übungskonzepte vorzustellen, die den Übergang von deklarativem zu prozeduralem Wissen unterstützen und Lernziele auf höheren Ebenen (Evaluieren, Kreieren) der Bloom‘sche Taxonomie ansprechen. Durch die Verbindung von realitätsnahen Szenarien mit angemessener Sprachhandlung kann so eine nachhaltige Erweiterung der interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen erreicht werden. Interkulturelle Kompetenz soll sprachlich handlungsorientiert vermittelt werden, um Integration und Inklusion wirksam zu fördern. Qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Print- und Online-Lehrwerke in den Projekten an der Technischen Universität in Košice (TOURNEU, FALINAR) basiert auf Vergleich und möglicher Weiterentwicklung von Übungsmodellen, die sprachlich-kommunikative Handlungsfähigkeit und interkulturelle Sensibilisierung stärken. Lehrwerke behandeln meist interkulturelle Aspekte (Knigge, Hotspots), weniger häufig komplexe Konfliktlösungsstrategien und zeigen oft rezeptive und kognitive Übungstypen mit wenig produktiven und simulativen Aufgaben. Online-Projekte zeigen ein Potenzial für interaktive und mehrstufige Übungen. Anhand ausgewählter DaF-Lehrwerke und EU-Projekte werden Beispiele vorgestellt, die über standardisierte Wissensvermittlung hinausgehen und sich um eine tiefere Sensibilisierung, Differenzierung und Anwendung interkultureller Kompetenzen bemühen. Innovative Übungsformen – etwa wie simulationsbasierte Aufgaben oder mehrstufige Skalenbewertungen – sind besser geeignet, um sprachliche Handlungsfähigkeit in interkulturellen Kontexten zu fördern. Dabei spielen Wertehierarchien, Bewertungsadjektive, Kulturstandards eine zentrale Rolle. Die Integration dieser Ansätze in berufsbezogene Sprachlehrwerke ist notwendig, um Deutschlerner auch für komplexere interkulturelle Kommunikationssituationen sprachlich zu befähigen.","en":"Intercultural competence is often addressed in German language textbooks for adults but is usually treated at the cognitive levels of remembering and understanding, while productive and interactive learning objectives (analysing, evaluating, creating) are largely neglected. The types of exercises tend to focus on knowledge retrieval rather than action-oriented language skills. This article explores the extent to whichcurrent print textbooks for German as a foreign language convey intercultural content and competence appropriately, and what is the role standardized exercise formats and typologies – especially those like „True/False“. The article aims to present exercise concepts that support the transition from declarative to procedural knowledge and address higher-level learning objectives (evaluating, creating) according to Bloom’s taxonomy. By linking realistic scenarios with appropriate linguistic actions, a sustainable expansion of both intercultural and linguistic competences can be achieved. Intercultural competence should be taught in an action-oriented linguistic context in order to effectively promote integration and inclusion. The qualitative content analysis of selected print and online textbooks within projects at the Technical University of Košice (TOURNEU, FALINAR) is based on the comparison and potential further development of exercise models that strengthen communicative language competence and intercultural awareness. Textbooks often cover intercultural aspects (e. g., etiquette, cultural hotspots), but more complex conflict resolution strategies are less frequently addressed. They typically present receptive and cognitive types of exercises, with few productive or simulation-based tasks. Online projects show potential for interactive and multi-level exercises. Using selected DaF (German as a Foreign Language) textbooks and EU projects, examples are presented that go beyond standardized knowledge transfer and aim for deeper awareness, differentiation, and application of intercultural competences. Innovative exercise formats – such as simulation-based tasks or multi-level rating scales – are better suited to promote communicative competence in intercultural contexts. In this context, value hierarchies, evaluative adjectives, and cultural standards play a central role. The integration of these approaches into job-oriented language textbooks is essential in order to linguistically equip teacher of German for more complex intercultural communication situations.","pl":""},"lastPage":616,"name":null,"path":null,"pdf":"/articles/29/41_sorger.pdf","pdf_label":null,"pdf_old":null,"pdf_old_label":null,"title":"Zwischen „Richtig oder Falsch“ in den interkulturellen Print- und Online-Sprachübungen (ein Praxisbeispiel des Deutschunterrichts an der TUKE)","title_en":"Between “right or wrong” in the Intercultural Print and Online Language Exercises (a Practical Example of German Lessons at TUKE)","type":"article","year":2026},"html":"","rawMarkdownBody":"","excerpt":""}],"from":"/en/current","lang":"en","slug":"/data/issues/29/00/","title":"Linguistische Treffen in Wrocław","description":{"de":"\"Linguistische Treffen in Wrocław\" ist eine sprachwissenschaftliche germanistische Zeitschrift, die am Institut für Germanistik der Universität Wrocław herausgegeben wird. In der Zeitschrift werden werden originelle wissenschaftliche Beträge aus dem Bereich der breit verstandenen Sprachwissenschaft sowie Berichte veröffentlicht.","en":"The ‘Linguistische Treffen in Wrocław’ is a linguistic periodical of German studies published by the Department of German Philology of the University of Wrocław. In the periodical original scientific texts are published, related to a widely approached linguistics, as well as review articles, or reports on scientific events.","pl":"\"Linguistische Treffen in Wrocław\" to językoznawcze germanistyczne czasopismo naukowe wydawane przez Instytut Filologii Germańskiej Uniwersytetu Wrocławskiego. W czasopiśmie publikowane są oryginalne artykuły naukowe z zakresu szeroko rozumianego językoznawstwa, artykuły recenzyjne oraz sprawozdania z wydarzeń naukowych."},"keywords":{"de":"Sprachwissenschaft, wissenschaftliche Zeitschrift, Germanistik, wissenschaftliche Beiträge, Rezensionsbeiträge, Berichte, Institut für Germanistik, Universität Wrocław","en":"linguistics, scientific periodical, German studies, scientific articles, review articles, reports, Department of German Philology, University of Wrocław","pl":"językoznawstwo, czasopismo naukowe, germanistyka, artykuły naukowe, artykuły recenzyjne, sprawozdania, Instytut Filologii Germańskiej, Uniwersytet Wrocławski"},"url":"linguistische-treffen.pl"}}