• Linguistische Treffen in Wrocław •

ISSN: 2084-3062 • e-ISSN: 2657-5647 • DOI: 10.23817/lingtreff • Absprungrate: 38% (2025)

Genderlinguistik – eine endlose Geschichte / Gender Linguistics – a Never-Ending Story)

Alina Jurasz, Universität Wrocław (ORCID: 0000-0001-5179-606X)

DOI: 10.23817/lingtreff.27-31 (online zugänglich: 2025-06-25)

S. 491–496

Schlüsselwörter: Genderlinguistik, Sexus, Genus, Gender, Gespräch, Deutsch

Die Zusammenhänge zwischen Geschlecht als biologischer Kategorie Sexus, grammatischer Kategorie Genus und soziopolitisch-kultureller Kategorie Gender und Sprache waren in wissenschaftlichen Diskussionen schon immer in unterschiedlichem Ausmaß präsent. In den 1970er und 1980er Jahren lösten programmatische Beiträge feministischer Linguistinnen, wie etwa die von Senta Trömel-Plötz (1978, 1982) und Luise F. Pusch (1979, 1984), Kontroversen aus, die zu einer Polarisierung der Positionen und zu dem sogenannten „Familienstreit” unter deutschen Linguisten führten. Meinungsverschiedenheiten resultierten meist aus einem Missverständnis oder der Nichtakzeptanz der Annahmen der Gegner, die sich vor allem Unwissenschaftlichkeit ihrer Argumente vorwarfen. Die seit über vierzig Jahren in deutschsprachigen Wissenschaftskreisen geführte Debatte um Geschlecht und Sprache bezieht sich nicht nur auf altbekannte Themen wie Asymmetrien im Sprachsystem oder das generische Maskulinum. Besonderer Wert wird auf interdisziplinäre Forschung gelegt, die den aktuellen Forschungshorizont der Genderlinguistik erweitert.

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